Ansturm auf Deponie

Zweibrücken. Nahezu täglich produzieren Menschen Müll. Doch was passiert eigentlich mit dem Abfall, der vom UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) abgeholt wird? Die Antwort darauf und einiges mehr konnten die Besucher am Samstag beim Tages der offenen Tür im Rechenbachtal bei Mörsbach erfahren

Zweibrücken. Nahezu täglich produzieren Menschen Müll. Doch was passiert eigentlich mit dem Abfall, der vom UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) abgeholt wird? Die Antwort darauf und einiges mehr konnten die Besucher am Samstag beim Tages der offenen Tür im Rechenbachtal bei Mörsbach erfahren. Nach mehreren Jahren öffnete das dortige Abfall-Wirtschaftszentrum einmal wieder seine Pforten, die sonst für Spaziergänger verschlossen sind. Anlass war unter anderem die neue Sortieranlage. Die neuen Hallen wurden für 1,3 Millionen Euro auf der Bodenplatte der im Juni 2009 abgebrannten Anlage errichtet. Derzeit wird dort Altpapier verarbeitet.Während einer Rundfahrt zeigte Eckart Schwarz, stellvertretender Geschäftsführer des UBZ, den zahlreichen Besuchern die einzelnen Gebäude und informierte über die Geschichte des Geländes. Eröffnet wurde die Deponie 1970 als Ersatz für den Scheiterberg. Der Müll wurde damals noch weiter in Richtung Liebestal abgelagert. "Diesen alte Bereich der Deponie haben wir jetzt abgetragen", berichtete Schwarz. So bot sich nach vielen Jahren den Gästen erstmals wieder die Gelegenheit, einen Blick in das herrliche Tal zu werfen. Passiert wurde auch die Schlackenaufbereitung. "Die Schlacke, die bei der Verbrennung in Pirmasens anfällt, wird von der Firma Kleiner Recycling aufbereitet und bei der Sanierung und Rekultivierung von Deponien und Halden eingesetzt", erklärte der Chef des Abfall-Wirtschaftszentrums. Dann wurde der höchste Punkt des Deponiekörpers erreicht, der wie Mörsbach selbst rund 360 Meter über dem Meeresspiegel liegt. An dieser Stelle werde auch mit Asbest belasteter Abfall gelagert. Dies sei völlig ungefährlich, da dieser luftdicht mit Erde abgedeckt werde.

Gezeigt wurde auch die neue Ballenpresse, die mit 120 Tonnen Presskraft das in Zweibrücken gesammelte Altpapier zu 800 Kilogramm schweren Papierballen verpresst.

UBZ-Geschäftsführer Werner Boßlet unterstrich in einem Gespräch mit dem Merkur, dass die Gewinne aus der Papierverwertung dem Gebührenzahler zu Gute kämen.