Ansturm auf Bauplätze

Oberhalb des letzten Baugebietes „Am Bohnrech“ ist ein regelrechter Bauboom in Contwig ausgebrochen. Das Schaffen neuer Eigenheime, meist für junge Familien, lässt sich hier gut beobachten.

Vor drei Jahren erhielt die Westpfälzische Ver- und Entsorgungs-GmbH (WVE) mit Sitz in Kaiserslautern, einer hundertprozentigen Tochter der dortigen Stadtwerke, von der Ortsgemeinde Contwig und den Verbandsgemeindewerken Zweibrücken-Land den Auftrag, die Erschließungsanlagen für 60 neue Eigenheime herzustellen. Inzwischen schießen die neuen Eigenheime fast wie Pilze aus dem Bauboden.

"Wir haben damals davon geträumt, wieder so einen Bauboom wie beim darunterliegenden Baugebiet zu erleben, das wir in den 70er und 80er Jahren erschlossen haben. Aber niemand hat ernsthaft daran gedacht, dass dieser Traum Wirklichkeit werden kann", räumt Ortsbürgermeister Karl-Heinz Bärmann offen ein. Doch dieser Traum ist inzwischen längst Realität geworden. Inzwischen werden die Erschließungsanlagen im dritten Bauabschnitt hergestellt. Rattern einerseits die Baumaschinen, wird andererseits auf den Baugrundstücken eifrig gewerkelt.

Wie warme Semmeln würden die Bauplätze weggehen, die Gemeinde halte nur noch ganz wenige Bauplätze vor, sagt Bärmann.

Mit dem Grundstückseigentümer des letzten Bauabschnitts hatte vor gut einem Jahr die Ortsgemeinde die weitere Vorgehensweise in Sachen Baulanderschließung besprochen und nach den positiven Erfahrungen aus den ersten beiden Bauabschnitten wurden sich die Parteien schnell handelseinig, konnten die Erschließungsarbeiten für den weiteren Bauabschnitt angegangen werden. Die geschlossenen Verträge zwischen den privaten Grundstückseigentümern und der Gemeinde einerseits, wie dem Erschließungsträger, der WVE andererseits, in Sachen Kostenübernahme war die Grundlage dafür, dass jetzt weiter gebaut werden konnte. Es ist der letzte Abschnitt von der Oberauerbacher Straße her, hin zum zweiten Bauabschnitt, welcher fast schon vollständig bebaut ist. "Wir wollen weiter eine attraktive Wohngemeinde vor den Toren der Stadt Zweibrücken bleiben", stellt Bärmann im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur fest. Attraktive Wohngemeinde, mit dieser Absicht baut Karl-Heinz Bärmann keineswegs "Himmelschlösser", die erfahrene Bautätigkeit aus den letzten Jahren ist Beleg dafür. Rund 100 Baugrundstücke weist der rechtskräftige Bebauungsplan aus. Die Bodenneuordnung für das Gebiet ist längst abgeschlossen. Wegen der Wirtschaftskrise waren sich die Gemeindeverantwortlichen darin einig, dass nur abschnittsweise dieses große Gebiet, das rechts der Landstraße aus Richtung Oberauerbach liegt, erschlossen werden kann. Das Pläneschmieden zur Erschließung des jetzigen Gebietes währte Jahrzehnte. Ein Hemmschuh war die Abwasserfrage. Die neue Kläranlage im Ort wischte alle Vorbehalte vom Tisch. Mit der WVE GmbH aus Kaiserslautern wurde ein Erschließungsträger gesucht und gefunden, der in die Erschließungsphilosophie der Gemeinde und Verbandsgemeindewerke passt. "Wir haben uns von mehreren Erschließungsträgern die verschiedenen Konzepte darlegen lassen und uns letztendlich für die WVE als Partner ausgesprochen. Sie konnte uns das beste Konzept unterbreiten, führte in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land schon andere Projekte aus und wartete mit einem fixen Erschließungspreis auf. Da ist alles stimmig gewesen", so Bärmann rückblickend. Knapp über 100 Euro liegt der Preis für Grundstück und Erschließungskosten.

Ein annehmbarer Preis, wie nicht nur der Ortsbürgermeister aus den bisher gemachten Erfahrungen weiß. Bekannte Baufirmen aus der Region sind mit der Abwicklung der Arbeiten betraut. Bärmann: "Es läuft wirklich alles nach Plan und die Zahl von auswärtigen Bauherren ist der Beweis dafür, dass unser Ort wegen seiner glänzenden Infrastruktur und schönen Lage begehrenswert ist", stellt Ortsbürgermeister Bärmann zufrieden fest.