Neugewählter Rat Andreas Weizel bleibt, Hans Schneble geht

Winterbach · Der Winterbacher Gemeinderat hat sich zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen.

Urkundenübergabe des langjährigen Winterbacher Ortsbeigeordneten Hans Schneble an den wieder zum Ortsbürgermeister gewählten Andreas Weizel (Mitte) zusammen mit den weiteren Geehrten an diesem Abend.

Urkundenübergabe des langjährigen Winterbacher Ortsbeigeordneten Hans Schneble an den wieder zum Ortsbürgermeister gewählten Andreas Weizel (Mitte) zusammen mit den weiteren Geehrten an diesem Abend.

Foto: Norbert Schwarz

Der Vertrauensbeweis für Ortsbürgermeister Andreas Weizel ist bei der Urwahl am 9. Juni erneut riesig gewesen. Der langjährige Ortsbeigeordnete Hans Schneble, 25 Jahre Jahre insgesamt dem Gremium verbunden, konnte Andreas Weizel als wiedergewählten Ortsbürgermeister von Winterbach ins Ehrenamt einführen und ihm weiterhin eine glückliche Hand bei der Wahrnehmung der Amtsgeschäfte wünschen. Komplett ist nunmehr die gesamte örtliche Verwaltungsspitze, denn neben der Amtseinführung Weizels wurden auch die neue Ortsbeigeordneten gewählt, denn Hans Schneble hatte zuvor schon klar gemacht, einen Schlusspunkt setzen zu wollen.

Leicht ist ihm diese Entscheidung nicht gefallen, doch ein sehr betrüblicher Umstand trug im übertragenen Sinn zu seinem Entschluss wesentlich bei. Zur Jahresmitte des vergangenen Jahres, exakt am 30.6.2023 wurden für die Ortsgemeinde Winterbach beim statistischen Landesamt in Bad Ems 499 Einwohner gezählt. Ein Bürger zu wenig, um weiterhin zwölf Ratsmitglieder am Beratungstisch zu haben. Der Gemeinderat schrumpfte also in der neuen Legislaturperiode auf acht Personen.

Die meisten Stimmen, nämlich 140, hatte Jörg Klein als bisheriger Ortsbeigeordneter nach Hans Schneble bei der Wahl bekommen und galt deshalb auch als gewisser Favorit für eine erneute Wahl. Mit 100 Stimmen folgte Christian Schwarz, der Sohn des früheren langjährigen Ortsbürgermeisters und heutigen Ehrenbürgers Willi Schwarz. Sandra Petri (99), Dirk Veith (96), Volker Müller, Benjamin Witzik und Gunter Schneider mit jeweils 95 Stimmen folgten auf den weiteren Plätzen. Letzter im Bunde ist Steffen Süs (85) gewesen.

Sie alle verpflichtete Ortsbürgermeister Andreas Weizel erneut für den Ehrendienst als Ratsmitglieder und bei der Wahl zu den Ortsbeigeordneten wurde als Stellvertreter des Ortsbürgermeisters (Erster Ortsbeigeordneter) auch nur ein Kandidat, nämlich Jörg Klein, genannt. Dessen Wahl und Aufstieg zum Ersten Ortsbeigeordneten erfolgte einstimmig. Als weiteren Ortsbeigeordneten schlug Sandra Petri danach Steffen Süs vor, derweil Jörg Klein Christian Schwarz favorisierte. Mit einer Stimme mehr wurde Christian Schwarz gewählt.

Die Dankurkunde für eine 25-jährige Ratszugehörigkeit erhielt an diesem Abend zudem Volker Müller. Ein Jahrzehnt gehörte dem Gremium Monika Süs an und ist dafür ausgezeichnet worden, Ebenso Volker Kragl und Philipp Klein, der in der laufenden Periode als Nachrücker in den Rat einzog.

Der noch immer rüstige Hans Schneble wollte jetzt für Jüngere den Platz räumen. Den Wandel im Ehrenamt hatte er in allen Phasen erlebt. „Die Vereine in unserem kleinen Ort sind weniger geworden, SC Winterbach, Gesangverein, Wanderverein, die alle haben Lücken hinterlassen. Kindertagesstätte und Feuerwehr, sie sind verblieben Tragpfeiler im dörflichen Geschehen.“

Positiv bewertet Hans Schneble, dass sich Neubürger aus dem Wohngebiet Mühlberg im Ortsteil Niederhausen sehr engagiert ins Gemeindeleben einzubringen versuchen, was allgemein Hoffnung mache. Dabei sei gerade im kleinen Ort Winterbach viel geleistet worden, Hans Schneble erinnert in diesem Zusammenhang an den Umbau und die Erweiterung der Kindertagesstätte, den Bau der Bauhofhalle, das Schaffen des Neubaugebietes. Dabei habe es großer Anstrengungen der Ortsgemeinde bedurft um das alles finanziell zu stemmen. 2016 seien die Kosten für das Projekt Kindertagesstätte auf 250 000 bis höchsten 300 000 Euro geschätzt worden, Trotz enormer Förderung stünde man heute bei 800 000 Euro Kosten. Ein enger Zusammenhalt innerhalb der Dorfbevölkerung sei deshalb ganz besonders wichtig, mahnte Hans Schneble.