Reifenberg Kita-Anbau eingeweiht

Reifenberg · Die Kindertagesstätte Apfelbäumchen in Reifenberg bietet jetzt mehr Kindern Raum.

 Gruppenweise führt Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer (links) Interessierte durch die neuen Räumlichkeiten, hier der Speisesaal.

Gruppenweise führt Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer (links) Interessierte durch die neuen Räumlichkeiten, hier der Speisesaal.

Foto: Lothar Feldner

Es war schon ein denkwürdiger Tag für die Katholische Kindertagesstätte Apfelbäumchen, denn im Rahmen des traditionellen Kindergartenfestes wurde diesmal die Einweihung neu geschaffener Räumlichkeiten gefeiert. Pfarrer Bernhard Selinger vollzog die Segnung des sehenswerten Novums, das in relativ kurzer Zeit vorne und hinten an das Bestandsgebäude angebaut worden war.

Aufmerksame Zaungäste bei diesem Akt waren die Kinder und ihre Erzieherinnen, die zuvor die zahlreichen Festbesucher auf dem Gelände zwischen Kita und Dorfgemeinschaftshaus gesanglich begrüßt hatten. Vorausgegangen war ebenfalls ein Familiengottesdienst in der Kirche St. Wendelinus, der von den Kindern sowie der örtlichen Singgruppe Cantate mitgestaltet worden war.

Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer informierte als Bauträger über die Historie der Erweiterung. Er tat dies in einer Rede, in der er sieben Empfängern seinen Dank aussprach. Der erste galt dem Gemeinderat, dem er „Mut und Courage“ zur Lösung des seit Jahren bestehenden Platzproblems bestätigte.

Einen weiteren Dank richtete Zimmer an das Land und den Kreis. Ohne deren finanzielle Hilfe hätte sich die Gemeinde das große Vorhaben nicht leisten können. Mit den gewährten Zuwendungen, vom Land 212 000 Euro und vom Kreis 200 000 Euro, sei die Basis dafür geschaffen worden, das Projekt zu beginnen. Die dabei gefasste Entscheidung für eine Modulbauweise sei anfangs teilweise kritisch aufgenommen worden. Doch entsprechend beraten durch das beauftragte Planungsbüro Südwest aus Dahn, habe sich das Vorgehen letztendlich als das richtige erwiesen.

So gelte es, sich für die erfolgreiche Planung samt deren Umsetzung zu bedanken, insbesondere beim bauleitenden Architekten Hans-Jürgen Schuck, dem es gelungen sei, das Vorhaben in knapp einem Jahr zu realisieren. Die häufige Präsens des Fachmanns vor Ort habe die Gemeinde auch vor zusätzlichen Kosten bewahrt. Abgesehen von noch anstehenden kleineren Arbeiten sei man im Kostenrahmen geblieben, in der heutigen Zeit eine Seltenheit.

Dank sprach Zimmer auch gegenüber der Firma Zeppelin für die gelieferten und aufgebauten Module aus. Es handle sich dabei keinesfalls um bloße Baucontainer, sondern um „hochgedämmte Bauteile, technisch auf dem neuesten Stand“ und in vielen Details besser als gemauerte Gebäude. Gedankt wurde auch dem Kita-Team mit Leiterin Tanja Becker. Dieses habe die Einschränkungen samt Lärm und Staub während der Bauzeit „klaglos ertragen“ und bei Gestaltungsfragen auch immer wieder beraten.

Ein vorletztes Dankeswort sprach der Ortsbürgermeister in Richtung Förderverein und dessen Bemühungen um Spenden für neue Spielgeräte im Außenbereich. Zimmer erwähnte in diesem Zusammenhang sowohl die VR-Bank als auch die Sparda Bank mit einer Zuwendung von jeweils 1000 Euro. „Respekt und Anerkennung“ verdiene aber auch der örtliche Obst- und Gartenbauverein, von dem ebenfalls 1 000 Euro kamen.

Erschienen war vor Ort auch die Kreisbeigeordnete Martina Wagner. Sie würdigte das weitsichtige Handeln des Gemeinderats und lobte das gelungene Werk. Abschließend überreichte sie den Förderbescheid des Landkreises. Anerkennende Worte und die Bestätigung, dass damit Reifenberg attraktiver geworden sei, kamen von Bürgermeister Patrick Sema. Dem Pfälzischen Merkur gegenüber äußerte auch Kita-Leiterin Tanja Becker ihre Freude über das Geschaffene, ermögliche dies doch, mehr Kinder aufzunehmen, vor allem im U 2-Bereich. Die seither notwendige Abwanderung in andere Kitas, vor allem nach Maßweiler, gehöre damit künftig der Vergangenheit an.

Im Rahmen der sich anschließenden Führungen durch die neuen Räume verwies Ortsbürgermeister Zimmer insbesondere auf die Rundumdämmung, die schallschluckenden Decken, die Fußbodenheizung und die Klimaanlage, die hochmoderne Küche und den Speisesaal. Anstelle der seitherigen Küche im Altbau werde nun endlich der bis dato fehlende Personalraum geschaffen, und zwar mit eigenem Eingang vom oberhalb liegenden Parkplatz her.