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Anbau des Kindergartens Winterbach soll zur Jahresmitte fertig sein

Jahresvorschau Winterbach : Der Anbau soll zur Jahresmitte fertig sein

Der Kindergarten beschäftigt die Winterbacher bereits seit längerer Zeit.

Kindergarten-Anbau, Sanierung des Altbestandes, Wirtschaftswegebau und einen Beitrag dazu leisten, dass es innerhalb des Ortes keine baulichen Leerstände gibt – die Projektliste ist für den Winterbacher Ortsbürgermeister Andreas Weizel abgesteckt und längst vorgegeben. Was ihn wurmt ist der Umstand, dass die Ratsmitglieder nicht so wie gewohnt zu Sitzungen eingeladen werden können. Umlaufverfahren der Verwaltung oder selbst eingerichtete Whatsapp-Gruppen sind für ihn dabei nur Hilfsmöglichkeiten, welche den direkten Austausch von Angesicht zu Angesicht nicht ersetzen können.

„Der Anbau beim Kindergarten wie die nachfolgenden Umbauarbeiten des Altbestandes sind für unsere kleine Ortschaft schon eine Herausforderung. Aber wir meistern das, haben auch schon erhebliche Kosten durch Eigenleistung einsparen können und gehen im Augenblick davon aus, dass zur Jahresmitte zum Großprojekt Kindergarten ein Erledigungshaken gemacht werden kann. Die Arbeiten zur Außenanlage vielleicht ausgenommen, doch das ist nur ein Bruchteil vom Ganzen“, erklärt Andreas Weizel beim Gespräch zu den Aufgaben des letzten Jahres und den Herausforderungen für das, was in diesem Jahr 2021 noch alles bewältigt werden soll.

750 000 Euro werden beim Projekt „Kindergarten“ ausgegeben. Fördermittel und Mittel, welche die Ortsgemeinde aus der eigenen Tasche finanzieren muss. Bei jeder Ausgabe wird abgewogen, ob sie in den Kostenrahmen passt. Das Erbringen von Eigenleistung ist in der Ortschaft mit ausgeprägtem Gemeinschaftssinn noch längst nicht aus der Mode gekommen. Am Aufzählen von überzeugenden Beispielen mangelt es Andreas Weizel dabei nicht. Beim Flachdach etwa oder in den kommenden Wochen, wenn es um den Innenanstrich geht. „Da gibt es eine Männerclique im Ort, fünf bis sechs Mann die sich zwanglos treffen. Sie wollen jetzt einen Teil der Arbeiten für den Innenanstrich übernehmen. Mein Bruder Stephan, selbst Mitarbeiter im Kindergarten, zählt auch dazu. Was von denen nicht erledigt werden kann, sollen die Mitglieder des Ortsgemeinderates richten. Das geht schon Hand in Hand, darüber bin ich natürlich sehr froh“, stellt Ortsbürgermeister Weizel fest.

Die Heizung läuft schon Probe, der Bodenestrich ist eingebaut. Die Fluchttreppe beim älteren Gebäudeteil steht. Sind die Anstricharbeiten fertig, folgt der weitere Innenausbau mit den restlichen Elektroarbeiten und dem Einstellen der Türen und der Endmontage im Sanitärbereich. Das Mittagessen für die Ganztagskinder kommt zwar aus Wallhalben, dennoch wird die neue Küche so ausgestattet, dass auch eine Essenszubereitung direkt vor Ort möglich wäre. „Mit den Kleinen wird ja ohnehin auch gekocht und gebacken und für Halbheiten sind wir in Winterbach nicht zu haben“, stellt der Ortsbürgermeister lakonisch fest.

Von der Investitionssumme sind im Augenblick schon 400 000 Euro verbaut. Steinmetz Paulini aus Saalstadt wollte schon im letzten Jahr die Sandsteintreppe liefern, wegen Corona wird das jetzt erst der Fall sein. Der neue Außenputz für den Anbau soll im April aufgetragen werden, zeitgleich rechnet Andreas Weizel mit dem Arbeitsbeginn zur Umgestaltung des Bestandes im alten Kindergartenteil, wo beispielsweise Akustikdecken dafür sorgen, dass der Lärmpegel erträglicher wird. Hinzukommen die Veränderungen wie sie vom neuen Gesetz für die Wickelkinder vorgeschrieben werden.

Auch bei den Arbeiten im Altbestand ist ein Anteil von Eigenleistung möglich, Ratsmitglieder und Helfer aus der Bevölkerung werden auch hier anpacken, ist sich der Ortsbürgermeister gewiss. 

Der Jostbrunner Weg, ein Wirtschaftsweg Richtung Reifenberger Gemarkung, soll auf eine Länge von 1000 Meter erneuert werden. Beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) in Kaiserslautern liegt bereits ein Antrag auf Förderung vor, Andreas Weizel rechnet mit Ausbaukosten von knapp 100 000 Euro. Das jedenfalls habe schon eine grobe Kostenschätzung vor längerer Zeit ergeben.