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Amtseinführung Björn Bernhard in Zweibrücken-Land

Amtseinführung Björn Bernhard : Wasserspielplatz und Freizeit 2020 kostenlos

Bei seiner Amtseinführung kündigt der neue Verbandsbürgermeister Björn Bernhard (CDU) zwei Geschenke für junge Menschen an.

Viele Menschen leiden unter den Folgen der Corona-Pandemie. Auch im Zweibrücker Land. Auch junge Menschen. Und denen machte der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, Björn Bernhard (CDU), bei seiner Amtseinführung zwei Geschenke: „Wir wollen den Wasserspielplatz so schnell wie möglich aufmachen und der Eintritt wird gebührenfrei.“ Auch die Ferienfreizeit der Verbandsgemeinde werde in diesem Jahr kostenlos angeboten, kündigte Bernhard an.

Doch nicht nur für die beiden Ankündigungen am Ende seiner Ansprache erntete der neue Bürgermeister den Beifall der Mitglieder des Verbandsgemeinderates und der Gäste der Amtseinführung in der Konrad-Loschky-Halle in Battweiler. „Das ist ein ganz besonderer Tag für mich“, stellte der 37-Jährige zu Beginn fest. Er habe Respekt vor dem Amt und freute sich, dass die Wähler ihm das Amt zutrauen.

Das Wahlergebnis von 56,5 Prozent habe ihn „in der Deutlichkeit überrascht“. Damit habe keiner gerechnet „und die Mehrheit im Rat auch nicht gewünscht“. Bei seiner Ansprache appellierte Bernhard an die Ratsmitglieder zusammenzuarbeiten. Denn nur die Zusammenarbeit bringe den Erfolg. Insofern wünscht sich der CDU-Politiker, dass die Ratsmitglieder „im Sinne der Verbandsgemeinde entscheiden und nicht im Sinne der Ampel“. Im Rat hat die Koalition aus SPD, FDP und Grünen eine Mehrheit.

Als erste Aufgabe möchte Bernhard eine „digitale Verwaltung“ installieren, bei der die Bürger von zuhause mit der Verwaltung in Kontakt treten können. Wobei die Verwaltung auch weiter für persönliche Besuche offen bleiben soll. Die Verbandsgemeinde gebe viel Geld aus. Aber in der Verwaltung arbeite man noch wie vor 25 Jahren. Auch da müsse investiert werden. Insgesamt werde ein Gebäudekonzept benötigt für die Schulen und die übrigen Gebäude der Verbandsgemeinde. Dazu gehöre auch die Energieeffizienz.

Mit dem Angebot einer Seite im Amtsblatt möchte der Bürgermeister den Ehrenamtlern eine Plattform bieten, auf der sie sich präsentieren können. Mit der Feuerwehr, der Modernisierung des Freibads in Contwig, dem Tourismus, der Ansiedlung von Gewerbebetrieben oder der Unterstützung der Ortsgemeinden bei den Kindergärten zählte Bernhard weitere Themen auf. „Die Verwaltung soll ein verlässlicher Dienstleister der Bürgermeister sein“, versprach er den Amtsinhabern. In der Ansprache dankte Bernhard auch seinem Amtsvorgänger Jürgen Gundacker für die geleistete Arbeit.

Nach der Ernennung, Vereidigung und Amtseinführung durch den Ersten Beigeordneten David Betz (SPD) gratulierte die Landrätin Susanne Ganster (CDU) dem neuen Bürgermeister. Sie wisse, dass Bernhard „mit Respekt“ das Amt antrete. „Das ist die richtige Haltung, um das Amt gewissenhaft, umsichtig und verantwortungsvoll auszuüben.“ Bernhard habe die Fähigkeiten und auch die nötige Nähe zu den Menschen für das „komplexe Amt“.

Mit Themen wie Tourismus oder den Flugplatz-Zweckverband gebe es einige Schnittstellen zwischen Kreis und Verbandsgemeinde. „Da wissen wir aus der Vergangenheit, dass es Erfolge nur im Schulterschluss gibt.“ Ganster sagte Bernhard die Unterstützung des Kreises zu. Wichtig sei es, bei allen Entscheidung, aufrichtig zu bleiben. „Es braucht eine klare Haltung, um Entscheidungen zu treffen.“

Klaus-Martin Weber (CDU) verglich in seinem Grußwort im Namen des Verbandsgemeinderates den Bürgermeister mit einem Kapitän auf hoher See. Dabei müssten Klippen umschifft werden. Wobei auch der Kapitän eine Mannschaft benötige. „Wir werden zusammenarbeiten. Wir sitzen in einem Boot und nur gemeinsam sind wir stark“, versprach Weber dem Bürgermeister.

Der Bürgermeister von Battweiler, Werner Veith (SPD), ging bei seinem Grußwort auf die erste Begegnung mit Bernhard bei der Battweiler Kerwe ein. Dabei habe er gemerkt: „Die Chemie stimmt.“ Im Namen der Ortsbürgermeister gab Veith dem Verbandsbürgermeister auf den Weg, das Beste zu geben, die Verbandsgemeinde in den Vordergrund zu stellen, „und sich selbst nicht so wichtig zu nehmen“.

In gebührendem Abstand saßen Ratsmitglieder und Gäste bei der Amtseinführung von Björn Bernhard in Battweiler. Foto: Norbert Schwarz

„Björn Bernhard hat mit vielen Mitarbeitern bereits gesprochen. Das ist ein Start, den sich das Personal wünscht“, lobte der Personalratsvorsitzende Frank Kilian den neuen Bürgermeister. Diese Zusammenarbeit soll Bernhard weiter pflegen.