Ärger wegen Fluchttreppe

Die Fluchttreppe am Kindergarten soll fertig gebaut werden. Die zusätzlichen Kosten für Fundamentierungsarbeiten möchte die Gemeinde nicht bezahlen. Die Mühlstraße wird erst im Programm 2020 ausgebaut.

"Wir haben einem ,Alles-inklusive-Angebot' für die Fluchttreppe zugestimmt", ereiferte sich Bernd Forsch (SPD ) in der Bechhofer Gemeinderatssitzung. "Und jetzt sollen wir zusätzlich für die Fundamentierung zahlen. Dem stimmen wir nicht zu." Auch Uwe Siebing (CDU ) fand das Nachtragsangebot "höchst ärgerlich". So lehnteder Gemeinderat den Nachtrag ab.

Die Fluchttreppe soll dennoch fertig gebaut werden. Auch Bürgermeister Paul Sefrin (CDU ) ist nicht glücklich über die Mehrkosten. "Aber wir haben eine Verpflichtung gegenüber den Kindern und Eltern." Im Januar soll nach dem Umbau eine weitere Gruppe eingerichtet werden. Dazu ist die Fluchttruppe notwendig. Im Zuge der Arbeiten sei festgestellt worden, dass der Untergrund nicht tragfähig sei. Deshalb seien weitere Fundamentierungsarbeiten nötig, informierte der Bürgermeister. Die Kosten betragen 8700 Euro.

"Wer ist dafür verantwortlich?", fragte Forsch. Oder hätte es auch andere Möglichkeiten gegeben. Das soll die Verwaltung der Verbandsgemeinde prüfen. Dem Auftrag für einen Sonnenschutz für den Kindergarten stimmte der Rat nach Beratung zu. Wenngleich die Maßnahme mit 6600 Euro rund 800 Euro mehr kostet, als im Haushalt veranschlagt war.

Der Zustand der 1995 fertiggestellten Mühlstraße hat sich im Laufe der letzten Jahre verschlechtert. Vor allem nach dem vergangenen Winter zeigten sich im Pflaster Schäden, die dringend saniert werden müssten, wie Bürgermeister Sefrin das Ingenieurbüro Krupp zitierte. Die Maßnahme würde rund 90 000 Euro kosten. "Das können wir noch in das Ausbauprogramm 2015 bis 2019 aufnehmen. Aber dann müssten wir den Beitrag für die Jahre 2017 bis 2019 von 21 Cent pro Quadratmeter auf 28 Cent erhöhen", erklärte Sefrin. Deshalb schlug der Bürgermeister vor, die Schäden erst mal zu reparieren und die Mühlstraße ins Ausbauprogramm 2020 bis 2024 aufzunehmen. Der Rat stimmte dem Vorschlag zu.

Auch die Pflasterung des Containerstellplatzes an der Lambsborner Straße wurde zurückgestellt. "2018 wird die Straße ausgebaut. Davon könnten die Stellplätze beeinträchtigt werden", meinte der Bürgermeister.

Auch im Forstwirtschaftsplan 2017 steht wieder "eine schwarze Null", wie Revierförster Jürgen Leis ihm Gemeinderat sagte. Der Rat stimmte dem Plan zu. Im vergangenen Jahr wurde ein Gewinn von rund 4200 Euro erwirtschaftet. Kurz vor Ende des Jahres rechnet Leis mit einem Gewinn von rund 4500 Euro. "Für einen 40 Hektar großen Wald ein respektables Ergebnis." Im kommenden Jahr sollen 120 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Neben den Ausgaben für die Holzernte wird noch Geld für die Waldpflege, Verkehrssicherung, Wegeunterhaltung oder Versicherungen ausgegeben.

Leis berichtete, dass die Buchen im Bechhofer Wald "schwächeln". Als Grund nannte er den heißen, trocken Sommer 2015. Bei den anderen Baumarten gebe es keine erkennbaren Schäden.