Action auf dem Schlossplatz

Auf humorvolle Art den vielfachen Wandel in unserer Gesellschaft soll der Film „Vielfalt“ zeigen, dessen Schlussszene gestern auf dem Schlossplatz gedreht wurde. Fertig sein soll das Werk im Frühherbst.

Kurz vor Mittag spielten sich gestern auf dem Zweibrücker Schlossplatz Szenen wie in einem Actionfilm ab. Auf einer spritzigen Harley Davidson brauste ein älteres, nicht gerade konventionell gekleidetes Pärchen direkt auf eine Kamera in Höhe des Café am Schloss zu. Es hieß "Action" und "Klappe", genau wie beim Dreh zum großen Kino.

Gedreht wurde die Schlussszene von "vis-a- vis", einem Clip im Auftrag des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen (MIFKJF) in Mainz zum Thema "Vielfalt". Das Team am Werk: eine Gruppe junger Dozenten der Jugendkulturwerkstatt (JuKuWe) aus Pirmasens des Internationalen Bundes (IB), darunter Mediendesigner , Erzieherinnen, Praktikantinnen und Kulturschaffende. Unter dem Slogan "Kultur von Anfang an, Kultur für alle" arbeitet die JuKuWe in verschiedenen Bereichen, und auch das in Zweibrücken gedrehte Filmprojekt wird von ihr betreut. Bereits vor einigen Tagen wurden am Schlossplatz verschiedene Szenen des Filmes inszeniert und gedreht. Zweibrücken wurde als Kulisse ausgewählt, weil laut Aussage des Autorenteams nach einem ausführlichen location scouting (so nennt man die Suche nach Drehorten im Fachjargon), "einfach alles passte".

Der Film "Vielfalt" soll auf humorvolle Art den vielfachen Wandel unserer modernen Gesellschaft zeigen: Die Themen "Mann und Frau", "jung und alt" sowie "gleichgeschlechtliche Partnerschaften" werden generationsübergreifend angesprochen und Klischees auf die Schippe genommen.

Die beiden älteren Herrschaften auf dem Motorrad, die gestern durch die Zweibrücker Schlossplatzallee flitzten, können bislang nur die Neugier auf das voraussichtlich im Frühherbst fertige Werk wecken. Bereits online zu sehen ist der kleine Film "Peu à peu", den die Pirmasenser Jugendkulturwerkstatt zum Thema Integration zuvor für das Mainzer Ministerium realisiert hat.