Beschluss des Ortsgemeinderates Grünes Licht für acht neue Bauplätze in Walshausen

Walshausen · Die Grundstücke werden zwischen 400 und 800 Quadratmetern groß sein.

 Mit einer Stichstraße (sie führt über den Feldweg im Bild) soll das neue Baugebiet erschlossen werden.

Mit einer Stichstraße (sie führt über den Feldweg im Bild) soll das neue Baugebiet erschlossen werden.

Foto: Norbert Schwarz

Acht neue Bauplätze schafft die Ortsgemeinde Walshausen im Sauseschritt. Den Aufstellungsbeschluss ließ Ortsbürgermeister Gunter Veith im November 2019 fassen. In der Sitzung vom Montagabend war es Aufgabe der Ratsmitglieder, den Bebauungsplan „Am Kornberg, 2. Erweiterung“, als Satzung nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs zu beschließen. Dieser Formalität kamen die Ratsmitglieder ebenso nach wie dem Abwägungsverfahren bei den eigegangenen Stellungnahmen.

Ein gutes Jahr an Verfahrensdauer, damit sind die Ratsmitglieder und insbesondere der Ortsbürgermeister mehr als zufrieden gewesen. „Das Konzept zum Ableiten des Oberflächenwassers hat nochmal Zeit gekostet, sonst wäre es noch schneller gegangen“, stellt er im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Das im Baugebiet anfallende Oberflächenwasser muss teilweise an Ort und Stelle versickern. Im Weihersbachtal gibt es zudem ein Rückhaltebecken. Von dort wird das ankommende Wasser kontrolliert in die Vorflut abgeleitet. Die Nachweise haben jedenfalls ergeben, dass weniger Wasser in die Vorflut abgeleitet wird, als im Gebiet zunächst anfällt. Gunter Veith: „Damit können wir den notwendigen Nachweis über das schadlose Ableiten des anfallenden Oberflächenwassers führen.“

Acht neue Bauplätze werden mit der zweiten Erweiterung des Baugebiets am Kornberg geschaffen. Das Planungsbüro WSW und Partner aus Kaiserslautern erstellte die Bauleitplanung, den Bebauungsplan. Baugelände zum Errichten von Einzel- und Doppelhäuser wird geschaffen. Insgesamt hat das Baugebiet eine Fläche von 5800 Quadratmetern. Die eigentliche Baufläche hat eine Größe von 4000 Quadratmetern. Den heutigen Ansprüchen der künftigen Bauwilligen will man unbedingt gerecht werden. Kleinere und größere Baugrundstücke gibt es deshalb im Angebot, von 400 bis 800 Quadratmeter reicht die Bandbreite.

Der Grundstückskauf ist nicht begrenzt. Mehrfamilienhäusern im Baugebiet wird allerdings dadurch der Riegel vorgeschoben, dass auf jedem Grundstück nur maximal zwei Wohneinheiten geschaffen werden dürfen. Beim Festsetzen der Trauf- und Firsthöhe spielt die Beschaffenheit des Geländes vor Ort eine Rolle. Bei der talseitigen Traufseite darf diese höchsten 8 Meter hoch sein. Der First 11 Meter. Bergseitig stehende Bauobjekte haben eine geringere Höhe. Durch die Festsetzungen im Bebauungsplan soll die Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass bauliche Fremdkörper, die dem Dorfbild schaden, nicht entstehen können. Abwägungen, die die Planung in ihren Grundsätzen veränderte, wurden keine vorgenommen. Als Satzung konnten die Ratsmitglieder deshalb den Bebauungsplan beschließen.

Private Grundstückseigentümer und die Gemeinde teilen sich die Baufläche. Der Planungspartner WSW hat auch eine Gesellschaft, welche als Erschließungsträger fungiert. Mit ihr wurde ein Erschließungsvertrag ausgehandelt, dem der Rat zustimmte. In diesem Vertrag ist festgelegt, dass allein die Kosten für die Genehmigungsplanung für die Entwässerung, die üblichen Kosten für die Straßenherstellung, Wasser und Kanalisation und Straßenbeleuchtung einfließen. Die Kosten für den Bebauungsplan wie auch die für ein notwendiges Emissionsgutachten in Höhe von 5000 Euro (Windräder) will man aus der eigenen Kasse tragen. Die Erschließungskosten sollen damit in einem vertretbaren Rahmen bleiben.

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