Contwig Abschluss mit einem Hauch von Glamour

Contwig · 43 Schülerinnen und Schüler haben an der IGS Contwig ihr Abitur bestanden.

 Die Abiturienten der IGS Contwig.

Die Abiturienten der IGS Contwig.

Foto: Elisabeth Heil

Die IGS Contwig hat am Freitagabend ihre Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet: 27 junge Frauen und 16 junge Männer haben in der Pirminiushalle in Hornbach ihren Abschluss gefeiert. „A little Party never killed no Abi“ (eine kleine Party hat noch keinem Abi geschadet) lautete das Motto, ein Hauch von Glamour lag in der Luft.

Fabienne Kennel und Max Herrmann führten als Moderatoren durch den Abend, erzählten zudem ein paar Anekdoten aus ihrer gemeinsamen Oberstufenzeit, wobei sie sichtlich Spaß hatten. Die Lehrer Bastian Welker an der Gitarre, Katharina Bonk (Gesang) und Sabrina Degen (Trommel) hatten sich für musikalische Zwischenspiele als Acoustic-Trio formiert, und während die Abiturientinnen und Abiturienten zur Zeugnisvergabe nacheinander die Bühne betraten, spielte jedes Mal ein neuer Song – Ihr Song, den sie für diesen Moment ausgewählt hatten. Währenddessen ließen sich die Angehörigen und Lehrer sowie die geladenen Ehrengäste von der Euphorie der jungen Frauen und Männer gerne anstecken; von der Freude darüber, einen wichtigen Meilenstein in ihrem Leben erreicht zu haben.

Etwas anders in diesem Jahr als sonst war die Begrüßungsrede ihres Schulleiters Thomas Höchst. „Komme ich in einer Abiturrede 2024 wirklich drumherum, die Frage zu stellen, in welche Welt entlassen wir eigentlich unsere Abiturientinnen und Abiturienten? Und reicht es wirklich aus, Anekdoten zu erzählen, Euren Lebensweg zu beschreiben und „nur“ zu erzählen, wie erfolgreich ihr gewesen seid?“ Thomas Höchst findet: „Angesichts der aktuellen Weltlage, die unser Bundeskanzler sogar als Zeitenwende beschrieben hat, erscheint mir das zu banal und nicht angemessen. Natürlich könne man sich auch die Frage stellen, wofür man das alles überhaupt gelernt habe. Für eine Welt voller Krisen? Und ist es wirklich das, was die jungen Menschen heute in dieser Welt brauchen?“

Höchst beantwortete die Frage mit dem Gedicht „Mein junger Sohn fragt mich“, das Berthold Brecht während des Zweiten Weltkriegs geschrieben hat. „Natürlich braucht ihr das alles. Bildung und die Möglichkeit, lernen zu können, ist die Voraussetzung, um Dinge in dieser Welt zum Positiven verändern zu können. Ein Appell also für die Bildung, die euch die besten Startchancen ermöglicht. Eine Bildung, die Euren Horizont erweitert und Euren Kopf und Euer Herz öffnet, damit diese Zeitenwende verändert werden kann.“

Ihre Glückwünsche überbrachten auch Verbandsbürgermeister Björn Bernhard, Contwigs Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette sowie der 2. Kreisbeigeordnete des Landkreises Südwestpfalz, Peter Sammel. Dass Brinette von den Moderatoren übrigens als Oberbürgermeisterin tituliert wurde, nahm die Contwigerin mit Humor. „Ich komme wirklich gerne zu Euch, auch weil ich immer wieder befördert werde. Das muss ich am Montag gleich mal mit meinem Chef besprechen, vielleicht gibt’s ja auch eine Gehaltserhöhung.“ Mit einem glamourösen Abendbuffet nach dem offiziellen Teil starteten die Abiturientinnen und Abiturienten schließlich in eine lange Partynacht – ein bisschen Party hat schließlich noch keinem Abi geschadet.

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