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30 neue Baugrundstücke in Hornbach geplant

Stadtrat Hornbach : 30 neue Baugrundstücke

Der Stadtrat Hornbach will Platz für Familien und Betriebe schaffen.

Nicht allein für Hornbachs Bürgermeister Reinhold Hohn hat das Erschließen eines neuen Baugebietes in der Klosterstadt absolute Priorität. Nach Machbarkeitsstudie und vielen Gesprächen folgten die Stadtratsmitglieder bei ihrer Dienstagabend-Zusammenkunft in der Pirminiushalle seinem Vorschlag und vergaben einstimmig dem Planungsbüro Dilger aus Dahn den Auftrag zum Erstellen einer Entwurfsplanung zum künftigen Bebauungsplan „Erweiterung Hoffeld“. Noch gilt, es die kleinen und größeren Stolpersteine für ein neues Baugebiet in der Stadt Hornbach aus dem Weg zu räumen. Es gibt noch viele Fragen zu klären: Baulandpreise, Erschließungsträger und der Dinge mehr.

Fast Zwei Jahrzehnte dauerte es, bis das letzte Baugrundstück im vorausgegangen Baugebiet „Mühlacker“ veräußert war. Und das, obwohl es zunächst einen regelrechten Bauboom auch für dieses Gebiet, welches die Stadt Hornbach in eigener Regie erschlossen und vermarktet hatte, gab.

 Nach Machbarkeitsstudie des Planungsbüros Dilger und den Gesprächen mit Werkleiter Eckart Schwarz von den Werken der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wird weiter das Gebiet oberhalb des Wasgau-Einkaufsmarktes präferiert. Der Stadtbürgermeister selbst bezeichnete die Fortsetzungsgewann des Hoffeldes als „die Schokoladenseite“ von Hornbach.

Der Kirschbacher Weg bekommt den Charakter der Haupterschließungsader. Links des noch nicht vollständige ausgebauten Weges das eigentliche Baugebiet, rechts der Straße gleichfalls Wohngebäude und im Anschluss daran (topografisch oberhalb des Marktes) ein Bereich für mittelständische Betriebe und Handwerker. Insgesamt kann mit etwas mehr als 30 Baugrundstücken zur Wohnbebauung gerechnet werden.

Von der Werkleitung, die für Wasserversorgung und den Abwasserkanal zuständig ist, wird die Gebietserschließung durch einen privaten Erschließungsträger präferiert. Das allerdings sei ein nächster Schritt, merkte der Stadtbürgermeister an. Erschließungskosten und Baulandpreise waren Diskussion im Gremium. Utopische Baulandpreise wird es aber in Hornbach nicht geben, das machte der Stadtbeigeordnete Helmut Weiske klar: „Da sagen wir einfach njet!“

Zunächst aber müsse der Stadtrat sagen, dass es ein neues Baugebiet auch für Hornbach geben soll, meinte Reinhold Hohn vor der entscheidenden Abstimmungsfrage. Er rechnet mit einem Quadratmeterpreis für voll erschlossenes Bauland zwischen 115 bis 130 Euro.

Was das „Handling“ beim Bauplatzverkauf anging, wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt. „Natürlich kann die Stadt auch Grundstücke von einem Erschließungsträger erwerben, dann müssen wir aber mit allen Kosten in Vorlage treten und das Verkaufsrisiko tragen. Am Mühlacker war das so“, rief Hohn allen nochmals in Erinnerung und meinte: „Wir haben eine glänzende Infrastruktur in Hornbach und viele meinte bereits zu mir: Wenn ihr keine Bauplätze verkauft, wer soll dann noch welche verkaufen…“.