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28-Jähriger liegt in Höhmühlbach tot im Bunker

Rätselhafter Todesfall : 28-Jähriger liegt tot im Bunker

Der Südwestpfälzer ist an Rauchgasvergiftung gestorben. Die genaueren Umstände sind bisher nicht bekannt.

Ein 28-Jähriger wird tot in einem Bunker in Rieschweiler-Mühlbach in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben gefunden. Lediglich die Todesursache steht bisher fest.Was geschah wirklich am vergangenen Freitagabend im Ortsteil Höhmühlbach? Vor dieser Frage stehen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit. Hatte der 28-Jährige, der nach Informationen unserer Zeitung im Ortsteil lebte, aber aus der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben stammt, die Kontrolle über sein eigenes Feuer verloren oder hat jemand anderes dort ein Feuer gemacht, möglicherweise ohne zu wissen, dass sich jemand in dem Bunker befand?

„Das müssen erst die Ermittlungen zeigen“, sagt Hauptkommissar Roman Trzecianowski von der Kriminalpolizei Pirmasens. „Aus ermittlungstaktischen Gründen kann ich aktuell keine weiteren Auskünfte geben“, teilt Bernhard Christian Erfort von der Pressestelle des Polizeipräsidium Westpfalz mit.

„Es handelt sich bei dem Verstorbenen um einen 28 Jahre alt gewordenen Mann aus der Umgebung, der am Freitag als vermisst gemeldet worden war“, informiert Iris Weingardt, Leitende Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Zweibrücken.

Als die Polizisten der Polizeiinspektion Waldfischbach-Burgalben am Bunker eintrafen, fanden sie einen bereits erloschenen Brand, der aber zur Verrußung des gesamten Bunkers geführt hatte. Im Bunker selbst, der sich in der Verlängerung der Flurstraße befindet, lag dann die Leiche. „Die gestern durchgeführte Obduktion des Leichnams in der Rechtsmedizin ergab, dass er durch eine Rauchvergiftung gestorben ist. Der genaue Todeszeitpunkt ist nicht bekannt, insoweit bleibt das ausführliche rechtsmedizinische Gutachten abzuwarten“, teilt Weingardt mit. Um festzustellen, ob Hinweise auf ein Fremdverschulden vorliegen, wurde ein Brandsachverständiger hinzugezogen. Bis wann die Gutachten fertig gestellt seien, könne nicht abgeschätzt werden, sagt die Staatsanwältin.