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21 Sternsinger in Contwig herzlich willkommen

21 Sternsinger in Contwig herzlich willkommen

21 Sternsinger der Pfarrei St. Laurentius in Contwig beteiligten sich an der diesjährigen Sternsingeraktion und wurden gestern von Pfarrer Johannes Müller gesegnet, ehe es durch den Ort zu den Familien ging.

An rund 600 Haustüren brachten gestern die in sechs Gruppen aufgeteilten 21 Contwiger Sternsinger mit weißer Tafelkreide das bekannte Zeichen "20*C+M+B+15" an (Christus Mansionem Bendediact, Christus segne dieses Haus). Die Mädchen und Jungen kamen meist nicht unangemeldet. Seit Jahren wird ihr Kommen von vielen Familien in Contwig gewünscht - und das nicht allein von Katholiken, was Organisatorin Hedi Bender besonders freut. Abgewiesen werden sie vor keiner Haustür und jedes Jahr kommen Bürger hinzu, die sich den Besuch der Sternsinger wünschen.

"Wir kommen zu Euch und singen voll Freude. Gott komm zu den Menschen, zu Euch und auch heute. Sein Kommen gibt Hoffnung, den vielen in Not: den Armen, den Kindern ohne Dach, ohne Brot. Er bringt den Menschen in Finsternis Licht, er schenkt Versöhnung und Zuversicht. So segne Gott Euch und dieses Haus, dass Frieden hier herrsche und von hier geht aus." Mit diesem Lied traten die Sternsinger mit ihren Papierkronen und in den, an die Drei Könige erinnernden, Gewändern vor die Türen.

Mit Geldspenden und Sondergaben für den Sternsinger werden die Kinder beschenkt. Die 21 Sternsinger aus der großen Schwarzbachtalgemeinde sind ein kleines Rädchen im Getriebe des 57. bundesweiten Dreikönigssingens, das 2015 unter dem Leitwort "Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit" steht. Auch mit ihrer Aktion wollen die Sternsinger darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine gesunde Ernährung für die Entwicklung von Kindern überall auf der Welt ist.

Mit seinen sechs Jahren war Paul Semar der jüngste Teilnehmer. Es war ein großer Wunsch von ihm, als "König" verkleidet mitgehen zu dürfen, denn seine älteren Geschwister Philipp und Theresa waren gleichfalls zur Freude von Oma Ernestine und Opa Eddi dabei. Christopher Hüther zählte zur großen Betreuerschar. Als Sternsinger im Kindesalter und heute als Betreuer. Heiße Würste und wärmende Getränke gab es zur Mittagspause, am Abend lockten die vielen Süßigkeiten, die teilweise mit Bollerwagen eingesammelt wurden. Hedi Bender: "Jedes Kind darf sich bei den Süßigkeiten mitnehmen, was es gern hätte. Was übrig bleibt, und das ist noch immer eine große Menge, geben wir an die Waisenhäuser in Pirmasens und die Tafel in Zweibrücken weiter für die dortigen Kinder."