2011 wird nur das Notwendige getan

Zweibrücken. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land steht nach Einschätzung von Bürgermeister Kurt Pirmann "noch gut da". Die Arbeitslosigkeit sei so niedrig, wie seit 20 Jahren nicht mehr, die Steuerkraft sei besser als in anderen Kommunen und der Rückgang der Bevölkerung sei auch weniger ausgeprägt als im restlichen Landkreis

Zweibrücken. Die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land steht nach Einschätzung von Bürgermeister Kurt Pirmann "noch gut da". Die Arbeitslosigkeit sei so niedrig, wie seit 20 Jahren nicht mehr, die Steuerkraft sei besser als in anderen Kommunen und der Rückgang der Bevölkerung sei auch weniger ausgeprägt als im restlichen Landkreis. Dennoch fehlten der Verbandsgemeinde im Haushalt 300 000 Euro."Das sind drei Umlagepunkte", rechnet Pirmann vor. Aber der Verbandsbürgermeister möchte die Umlage, mit der die Ortsgemeinden die Verbandsgemeinde mitfinanzieren nicht erhöhen. Zurzeit liegt sie bei 37 Prozent. "Wir wollen, dass die Gemeinden finanzielle handlungsfähig bleiben." Deshalb würden im Jahr 2011 Projekte verschoben und nur das Notwendige getan.

Dazu zählen Investitionen in die Schulen. Neue Fenster oder Toiletten sind in den Grundschulen Dellfeld und Stambach vorgesehen. Das vor drei Jahren von der Ingenieurgesellschaft K und L aus Hockenheim vorgelegte Konzept für Energieeinsparungen werde zwar weiter verfolgt, aber in verschiedenen "Paketen". Mittelfristig möchte die Verbandsgemeinde an die Isolierung der Gebäude gehen. Pirmann: "Aber wir setzen das Programm nach den Kosten und vorhandenem Geld um."

Die Verbandsgemeinde investiert weiter in die Grundschulen. Auch wenn sich die Situation in einem Jahrzehnt vielleicht anders darstellt. "Im Moment besteht aber keine Gefahr, dass eine unserer fünf Grundschulen geschlossen wird. Alle haben in den nächsten Jahren noch mindestens vier Klassen." Ein zweiter Schwerpunkt der letzten beiden Jahre war die Förderung des Tourismus. Doch Pirmann sagt, dass hier außer der Planung noch nichts weiter passiert sei. Dabei wartet die Verbandsgemeinde auch auf einen Antrag der lothringischen Verbandsgemeinde Bitscher Land. Für das grenzüberschreitende Projekt benötigt Zweibrücken-Land Partner auf französischer Seite. "Erst dann fließen die Zuschüsse." Im Moment würden schon die Kosten ermittelt. Ein dritter Punkt ist die Feuerwehr. Dabei werde im kommenden Jahr ein von Verbandsgemeinde-Wehrleiter Markus Schmidt erarbeitetes Konzept diskutiert und die Umsetzung in die Wege geleitet. Das Konzept würde die Änderung in der Gesellschaft mit dem erwartetet Bevölkerungsrückgang oder dem Wegfall der Wehrpflicht und den Auswirkungen auf die Feuerwehr eingearbeitet. Steigerung der Effektivität oder Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus Zweibrücken oder Homburg sind Stichworte. Bei den Verbandsgemeinde-Werken wird 2011 in Contwig ein Schwarzbach-Altarm als Ausgleich angelegt. Dazu wird ein Brunnen in Stambach angelegt zur Sicherung der Wasserversorgung für Contwig und Dellfeld. Die Kläranlage in Battweiler werde nach dem Muster der Kläranlage Contwig umgebaut. Pirmann wiederholt, dass die Wassergebühren im kommenden Jahr erhöht werden (wir berichteten). "Es wird weniger Wasser verbraucht. Aber die Fixkosten bleiben gleich."