16 neue Schulsäle in Containern

907 000 Euro sollen die 16 Container kosten, in denen an der IGS Contwig unterrichtet werden soll, bis der Umbau abgeschlossen ist. Hintergrund der Platznot ist die neue Oberstufe, die im kommenden Jahr startet.

Mit seinen Entscheidungen für eine Containerschule mit 16 Klassensäle hat der Kreisausschuss den ersten Schritt getan, um in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Contwig die Platznot zu lindern und die Schulerweiterung vorzubereiten.

Zunächst haben die Ausschussmitglieder einstimmig an die Baufirma Küntzler aus Waldfischbach-Burgalben als günstigstem Bieter für 36 800 Euro den Auftrag erteilt, eine ebenes und verdichtetes Schotterplateau als Stellfläche für die 16 Container herzustellen. Gleich im Anschluss wurde ebenfalls einhellig der Auftrag für die Errichtung, Miete und den Abbau der Containeranlage für 907 000 Euro an die Firma "C/S Raum Center GmbH" aus Frankfurt als günstigsten Anbieter vergeben.

Notwendig werden die 16 neuen Unterrichtsräume in den Containern, weil durch die neue Oberstufe ab dem nächsten Schuljahr zusätzliche Säle benötigt werden. Gleichzeitig beginnen auch die Erweiterungs- und Umbauarbeiten, während deren Dauer immer wieder Klassen in die Container ausgelagert werden müssen. Die Kreisverwaltung als Schulträger rechnet damit, dass bis in den Sommer 2017 alle 16 Containersäle gebraucht werden. Dann soll der Erweiterungsbau fertig gestellt sein. Danach sollen bis zu den Osterferien 2018 noch acht Container stehenbleiben, bis auch die letzten Umbauarbeiten im Altbau abgeschlossen sind.

Die Container-Anmietung hatte zu kurzen Diskussionen im Kreisausschuss geführt, weil einige Ausschussmitglieder einen Ankauf der Container ins Spiel brachten. Nach den bisherigen Kalkulationen eine Anmietung um 430 000 Euro günstiger, allerdings wurde ins Gespräch gebracht, wie es denn mit der Wirtschaftlichkeit und den Kosten aussieht, wenn sich die Bauarbeiten verzögern und die Mietdauer verlängert wird. Allerdings konnten sich die Bedenkenträger nicht durchsetzen und ließen sich von der Kreisverwaltung beruhigen, so dass am Ende dem Mietvertrag zugestimmt wurde.

Zuvor hatte Landrat Hans Jörg Duppré den Kreisausschuss informiert, dass die beiden Integrierten Gesamtschulen in Contwig und Waldfischbach-Burgalben beide die Genehmigung von der Schulaufsicht bekommen haben, ab dem kommenden Schuljahr eine Oberstufe einzurichten. Damit kann künftig im Landkreis an allen drei Gesamtschulen und dem Gymnasium in Dahn das Abitur abgelegt werden.

Vergeben wurden vom Kreisausschuss auch die Trockenbauarbeiten, die während der schon länger andauernden Brandschutzsanierung in der IGS Waldfischbach-Burgalben notwendig sind. Den Auftrag erhielt als günstigster Bieter die Firma Thomas Tretter aus Rodalben für 57 400 Euro .

Vorgestellt wurde vom ersten Kreisbeigeordneten Ernst Hügel auch die neueste Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit im Landkreis. 1492 Bedarfsgemeinschaften, die Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen haben, wurden im April im Landkreis registriert, bei 1051 Langzeitarbeitslosen. Das entspricht einer Quote von 2,06 Prozent Langzeitarbeitslosigkeit im Landkreis, erklärte Hügel in der Sitzung.