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15 Bauplätze in Reifenberg im Neubaugebiet Busenäcker

Ortsgemeinderat Reifenberg : Grünes Licht für „Busenäcker“

Der Reifenberger Rat hat den Weg für 15 neue Bauplätze frei gemacht.

In einem langwierigen Sitzungsverfahren haben die Ratsmitglieder mit Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer an der Spitze den Bebauungsplan „Busenäcker“ nunmehr unter Dach und Fach gebracht, im Klartext als Satzung nach Baugesetzbuch beschlossen. Die rechtliche Umsetzung folgt nunmehr in weiteren Schritten. Weil die Ortsgemeinde in Besitz von Grund und Boden ist, kann die Vermessung im Eigenbesitz erfolgen. Ein Bodenordnungsverfahren, welches den vorherigen Plan zu Fall brachte, ist diesmal nicht notwendig. Verbandsgemeindewerke, Wasserversorungszweckverband und Ortsgemeinde wollen die Erschließungsanlagen herstellen.

15 neue Eigenheime entstehen auf dem Gelände, das sich unmittelbar an den vorherigen Bebauungsplan anschließt. Von der jetzigen „Erweiterungsalternative“ machte Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer allerdings erst dann Gebrauch, als der Plan für den Bereich „Bei den Kolbengärten“ scheiterte. Das klassische Umlegungsverfahen hätte einen zu großen Zeitverzug eingebracht.

Nicht wenige potentielle Bauherrn halten schon jetzt über einen längeren Zeitraum die Treue und stehen weiterhin zu ihrem Ersuchen um Zuteilung eines Bauplatzes. 20 Träger öffentlicher Belange hatten die Möglichkeit wahrgenommen und sich zum Bebauungsplan der Ortsgemeinde Reifenberg geäußert. Dabei war an die Mitglieder des Ortsgemeinderates nunmehr die hohe Herausforderung gestellt, in jedem Einzelfall abzuwägen, ob einerseits die Interessen als planende Ortsgemeinde überwiegen oder den Anregungen und Bedenken der Planungsträger nachzukommen ist.

So löste beispielsweise auch die planerische Festsetzung nach einem 150 Zentimeter breiten Grünstreifen im Osten des Plangebietes eine Diskussion aus, weil dieser Grünstreifen Planbestandteil wird, ohne dass davon die Anlieger einen Nutzen haben. Gleiches gilt für die Beschaffenheit des notwendigen Regenrückhaltebeckens, das mit einem Schilfboden ausgestattet und zusätzlich mit einer lockeren Bepflanzung von heimischen Gehölzen, möglichst naturnah, zu gestalten ist.

Mit diesen Vorgaben zeigten sich gleich vier Ratsmitglieder nicht einverstanden, die überwiegende Mehrheit stimmte der Planvorgabe allerdings zu. Schottergärten hätte beispielsweise die Nabu-Ortsgruppe Zweibrücken liebend gern nicht als Anlegeform im Bebauungsplan gehabt. Doch eine derartige Einschränkung wollten nur zwei Ratsmitglieder im Regelwerk des Bebauungsplans haben. Es wurde lediglich eine Empfehlung aufgenommen, darauf zu verzichten. Auch eine Pflicht zur Installation von Solaranlagen auf Dachflächen fand keine Mehrheit.  

Die Katholische Kirchengemeinde als Trägerin der Kita „Apfelbäumchen“ Reifenberg übernimmt keine weiteren Personalkosten. Solche fallen in Höhe von rund 9500 Euro  für eine Hauswirtschaftskraft an, die künftig das Essen für rund 30 Kinder in der Tagesstätte frisch zubereitet. Die Zusammenhänge sind mehr als diffizil, ergänzende Erläuterung der Kindergartenleiterin in der Sitzung führten zum besseren Verständnis der Gesamtsituation. Frisch-Misch-Kost gibt es schon im Augenblick. Als Tiefkühlkost des Lieferanten Apetito und das schon bald ein Jahrzehnt. Die jetzige Kraft geht jetzt in Ruhestand und ob eine neue Kraft für 15 Stunden zu haben ist, wurde in Frage gestellt.

Die jetzt schon vorhandene Küche sei geeignet und ausreichend, um 30 Essen frisch zuzubereiten. Das hat das Gesundheitsamt bestätigt. Auf frische Kost, direkt zubereitet, soll jetzt umgestellt und eine neue Kraft eingestellt werden. Weil die Personalkosten von der Kirchengemeinde nicht übernommen werden, springt dafür die Ortsgemeinde ein.