13 000 Euro Plus gemacht

Seit 2000 schreibt Förster Jürgen Leis im Wiesbacher Gemeindewald schwarze Zahlen. Der durchschnittliche Gewinn beträgt 2700 Euro. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung bleibt für den Revierförster oberstes Gebot.

Die Bilanz im Wiesbacher Gemeindewald kann sich sehen lassen, Jahr für Jahr werden dort Gewinne erwirtschaftet. Nicht überragend hoch, doch der Gemeindewald ist auf keinen Fall ein Zuschussbetrieb. Dieses Jahr ist sogar mit einem Gewinn in Höhe von 13 000 Euro zu rechnen. Diese Prognose stellte der verantwortliche Revierförster Jürgen Leis jetzt bei der Ratssitzung.

Im kommenden Jahr sollen 710 Festmeter Holz eingeschlagen werden. Die Diskrepanz zu den 540 Festmetern, die letztendlich in den Verkauf gelangen, erläuterte Leis ausführlich. Kronen- und Totholz etwa kommt nicht in den Verkauf, muss aber wegen der Waldbewirtschaftung detailliert nachgewiesen werden. Die Kosten für den Holzeinschlag schätzt Leis auf 16 200 Euro. Die Erlöse sind beim Verkauf mit 32 962 Euro angegeben. Für Waldschutz, Wildverbiss und Verkehrssicherung werden rund 5000 Euro geplant. Der Kostenanteil "Förster" schlägt sich im Plan mit 5100 Euro nieder. Kosten für Berufsgenossenschaft, Versicherung und ähnliche unabwendbare Ausgaben machen nochmals rund 1250 Euro als Belastung im Etat aus. Die Brennholzabnahme sei in Wiesbach mit etwa 130 Ster konstant, berichtete Leis.

Wegen der Nachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung hatte ein Ratsmitglied seine Bedenken angemeldet. Jürgen Leis versuchte, dies mit Zahlen zu entkräften. Derzeit liege der Holzeinschlag weit unter der Menge, die für einen Holzeinschlag vorgesehen sei. 700 Festmeter nämlich könnten jährlich eingeschlagen werden. Tatsächlich liege aber der Holzeinschlag bei rund 400 Festmetern. Der Rat fasste in diesem Zusammenhang den Beschluss, für die kommenden Jahre bis 2018 jährlich 700 Festmeter Holz zu fällen. Mit einer Gegenstimme wurde der Forstwirtschaftsplan angenommen.

Richtig kompliziert wurde es anschließend beim Abstimmen über den Gemeindeanteil für die Beitragserhebung zur Beleuchtungserneuerung. Wegen Sonderinteresse mussten sich zahlreiche Ratsmitglieder in den Zuhörerraum begeben. Der Gemeindeanteil in der Hauptstraße mit dem Stich Sessbergstraße wurde schließlich auf 45 Prozent festgesetzt. In allen anderen Straßenzügen trägt die Gemeinde 25 Prozent vom Beitragsaufwand. Neun neue Leuchten werden in der Hauptstraße zudem errichtet. Es muss mit einem Kostenaufwand von rund 20 000 Euro für die zusätzlichen Leuchten gerechnet werden. Zusammen mit der Umstellung auf LED-Licht ist dieser Kostenaufwand beitragsfähig. Zu einem wiederkehrenden Straßenbeitrag konnten sich die Ratsmitglieder noch nicht durchringen.