100 000 Euro für Feuertreppe

Der Zuspruch beim Kindergarten Großsteinhausen ist weiterhin riesig. Jetzt sollen Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. Dafür muss eine Rettungstreppe her. Kosten: runde 100 000 Euro!

Wann immer der Kindergarten Großsteinhausen mit Wünschen an die Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister Volker Schmitt heranrückt, lautet die Antwort meistens ja. Verstärkt sollen jetzt schon die Kleinen unter drei Jahren (U3) in der Einrichtung aufgenommen werden. Doch dafür muss die Gemeinde als Einrichtungsträgerin eine große Hürde überwinden. Eine, die viel Geld kostet. Nach vorsichtiger Schätzung rund 100 000 Euro .

Das sei mehr als happig, betont Ortsbürgermeister Volker Schmitt, denn finanziell ist nunmal die Gemeinde alles andere als auf Rosen gebettet. "100 000 Euro , wo sollen wir die denn hernehmen, das geht ohne die finanzielle Hilfe übergeordneter Stellen überhaupt nicht", stellt Schmitt fest. In der alten Dorfschule ist der Kindergarten untergebracht und die Schule steht unter Denkmalschutz . Zum Unterbringen der Kinder müssen Räume im zweiten Obergeschoss der ehemaligen Bildungsstätte genutzt werden. "Kein Problem" sagen die Stellen bei der zuständigen Kreisverwaltung in Pirmasens, doch Voraussetzung dafür ist ein sogenannter zweiter Rettungsweg. Lässt sich, wie so oft an älteren Gebäuden, auch solchen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, meist nur über eine feuerfeste Rettungsleiter an der äußeren Gebäudewand machen. Pläne dafür erarbeitete der Dorfplaner Hans-Jürgen Wolf aus Kaiserslautern. Der stellte jetzt seine Planung vor und nannte auch die geschätzten Kosten . Dass dann im Rat die Wellen hochgeschlagen seien, müsse jeder verstehen, sagt Schmitt und kann der Sache nur einen positiven Aspekt abgewinnen. Teurer werde es auf keinen Fall, das habe der Planer, mit dem die Gemeinde bereits mehrere Jahre zusammenarbeitet, fest versichert.

Der Zuschussantrag ans Land ist mit der entsprechenden Kostensumme auf den Weg gebracht. Außer dem Land wird auch der Landkreis für die bauliche Maßnahme einen Zuschuss gewähren, sagt Volker Schmitt. Für den Frühherbst sehen die Gemeindevertreter eine Entscheidung über die Fördergelder vor. Dann könnte noch in diesem Jahr das Projekt "Feuertreppe - zweiter Rettungsweg" ausgeschrieben werden.

Planer Wolf hofft, dass dann auch die Auftragsbücher der entsprechenden Firmen nicht mehr so gefüllt sind und für die Wintermonate Aufträge an Land gezogen werden. "Dadurch können wir sicher auch etwas Geld einsparen."