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Für einen Tag Merkur-Schreiber seinMehr Geschäfte müssen her - Was Befragte in Zweibrücken vermissenOffener, erwachsener, verrückt - Jugendliche im FokusJungbrunnen oder Quälerei? - So denken Zweibrücker über Sport

Für einen Tag Merkur-Schreiber seinMehr Geschäfte müssen her - Was Befragte in Zweibrücken vermissenOffener, erwachsener, verrückt - Jugendliche im FokusJungbrunnen oder Quälerei? - So denken Zweibrücker über Sport

Zweibrücken. Über den Lebenswert der Rosenstadt und die Zukunft der Fußgängerzone denkt die ältere Generation deutlich positiver als die jüngere. Dieses Ergebnis erbrachte gestern eine Merkur-Umfrage zutage. Nicht nur die Jugendlichen wünschen sich eine größere Geschäftsauswahl

Zweibrücken. Über den Lebenswert der Rosenstadt und die Zukunft der Fußgängerzone denkt die ältere Generation deutlich positiver als die jüngere. Dieses Ergebnis erbrachte gestern eine Merkur-Umfrage zutage. Nicht nur die Jugendlichen wünschen sich eine größere Geschäftsauswahl. Auch Anita Bischof, 63, Lehrerin am Helmholtz-Gymnasium, hätte zum Beispiel gerne ein Haushaltsgeschäft in der näheren Umgebung und allgemein bessere Kaufanreize. Zu den beliebtesten Geschäften gehört eindeutig Thalia. Auch La Perla, die italienische Eisdiele, wird von Susanne Zipf (38) regelmäßig besucht. Sie stellt sich aber ein Zweibrücken mit definitiv mehr Leben und Abwechslung vor. Allgemein trifft man, wenn nicht gerade Schulschluss ist, eher ältere Leute in der Stadt. Die Generation zwischen 30 und 45 kritisiert die Straßenverhältnisse: Ein 36-jähriger Mann, der anonym bleiben will, findet, dass die Straßen dringend verbessert werden müssten. Insgesamt fehlten Touristen und Shopping-Möglichkeiten. Pamina Doerr, Felix Decker, Virginia Klass, Antonia RibZweibrücken. Früher war alles besser und die Jugendlichen pflegeleichter - ob diese These stimmt, sollte gestern eine Merkur-Umfrage in der Zweibrücker Fußgängerzone klären. Als Merkur-Reporterinnen unterwegs, sprachen Mara Nagel, Sammy-Jo Weinland und Jana Freyer mit Leuten zwischen zwölf und 73 Jahren. Als "verrückt" beschrieben Elena Bouget und Luisa Welsch, beide 12 aus Rimschweiler, die Jugend. Und vor allem 14- bis 16-Jährige meinten, viele der noch jungen Menschen würden sich älter fühlen als sie sind. Dies bestätigte auch eine 25-jährige Zweibrückerin, die ihren Namen nicht nennen wollte. Allerdings seien die Jugendlichen erwachsener und würden nicht nur so tun. "Schlimm" findet eine 30-jährige die Jugendlichen, doch da kann ihr Eckhart Wegener (61, Gersheim) nicht zustimmen: "Das einzige Schlimme an der Jugend heute ist, dass man nicht mehr dazugehört." Zum Teil hätten es die Jugendlichen heute schwerer vor allem in der Jobsuche, sagt Marie Mathieu. Der Meinung, dass Erziehung eine wichtige Rolle spielt, ist Marcé Mathieu, 57, die jetzt in Zweibrücken lebt. "Die Jugendlichen sind offener, vielleicht auch durch das Internet", findet eine 20-jährige Pirmasenserin. Dass es viel mehr technische Möglichkeiten gibt, ist sich auch Florian Leingärtner, 31, aus Battweiler, sicher. Ein Fazit zieht Gerti Sommer: "Es gibt heute so wie früher verschiedene Jugendliche." Mara Nagel, Sammy-Jo Weinland, Jana Freyer

Hintergrund

Der Girls' Day findet einmal im Jahr statt und soll Mädchen und Frauen dazu anspornen, technische und naturwissenschaftliche - also von Männern dominierte - Berufe zu ergreifen. Für Jungen gibt es als Gegenstück dazu den Boys' Day. Der DGB, Verdi, die Regionaldirektion für Arbeit, die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Rheinland-Pfalz, das Ada-Lovelace-Projekt, IHK und HWK tragen den Aktionstag mit. Rheinland-Pfalz beteiligt sich landesweit seit 2002 an der Durchführung des Girl's Day. Unterstützt wird die Landeskoordinierungsstelle für den Girls' Day von 23 regionalen Arbeitskreisen.

Auch für Unternehmen und Institutionen bietet der Mädchen-Zukunftstag gute Chancen zur Gewinnung ihres Nachwuchses. Der Girls' Day stellt ein Konzept zur Verfügung, aktiv auf junge Frauen zuzugehen und sie für entsprechende Berufe zu begeistern. Er trägt dazu bei, auch bei Personalverantwortlichen das Bewusstsein zu wecken, dass Mädchen für naturwissenschaftlich-technische Berufe Interesse zeigen und bei entsprechenden Angeboten diese Berufe auch wählen.

In Rheinland-Pfalz haben bisher am Girls' Day fast 50 000 Mädchen an über 3000 Aktionen teilgenommen. Die Zahl der beteiligten Schulen ist stetig gewachsen. red