Weihnachtsstimmung auch ohne Schnee

Bis auf den letzten Platz war gestern Abend die Zweibrücker Alexanderskirche gefüllt. Und der Besuch hat sich gelohnt: Bei ihrem Weihnachtskonzert konnten die Helmholtz-Schüler gestern Abend überzeugen.

Kein Schnee liegt bislang in Zweibrücken. "Möge die Musik ihnen also Weihnachtsstimmung vermitteln", wünschte der Schulleiter des Helmholtz-Gymnasiums, Hans Peter Philipp, den Zuhörern, die die Alexanderskirche bis auf den letzten Platz füllten. Und das klappte denn auch prima. Es ging los mit dem großen Chor unter Leitung von Ina Kaufmann. Viel schöner kann man "Es ist ein Ros entsprungen" nicht singen und Maria nicht anmutiger durch den Dornwald gehen lassen.

Und gleich folgte ein zweites Highlight: Das Schulorchester unter Leitung von Bernd Wilms spielte Wildes aus der Oper "Les Sauvages" (die Wilden) von Philipp Rameau. Es sang Hannah Dahlem aus der Obersekunda wunderschön und erntete sogar zustimmendes Johlen aus den Mitschülerreihen - eine schöne, verdiente Geste. Derweil dirigierte Bernd Wilms mit dem Geigenbogen, wenn er gerade nicht mit ihm streichen musste.

Nach dem Chor plus Orchester mit Blockflöten - sehr gelungen - dann die Bläser mit neuem Schwung und überaus lustig: "Wenn die Mammi den Santa Claus küsst", so ein Titel oder "Alles, was ich mir wünsche, sind meine zwei Schneidezähne". Da kann ja nur beste Musik draus werden, vor allem für junge Leute, die bei solchen Texten umso enthusiastischer drauflosspielen.

Weiter mit dem Grundkurs Musik 11 und Grundkurs Musik 12: Endlich tauchte das rotnäsige Rentier wieder auf, ohne das dieses Jahr die Vorweihnacht nicht auskommen möchte. Stücke, die Herz und Sinne erfreuen. Und so ging es weiter, heiter und heiterer. Am Ende gemeinsam von allen "Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut, Jerusalem!" Allen Beteiligten gehört ein großes Lob.