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Von Zwergflusspferd bis Sudoku-Software: Junge Forscher geehrt

Von Zwergflusspferd bis Sudoku-Software: Junge Forscher geehrt

Zum 50. Mal treffen sich die besten deutschen Nachwuchswissenschaftler zum Finale des Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“. In Ludwigshafen wurden auch zwei junge Rheinland-Pfälzer ausgezeichnet.

Großer Bahnhof für junge Tüftler: Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU ) haben am Wochenende in Ludwigshafen die besten deutschen Nachwuchswissenschaftler geehrt.

Beim Finale des 50. Bundeswettbewerbs "Jugend forscht" bekam der 18 Jahre alte Gymnasiast Lukas Stockner aus dem bayerischen Altötting den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit: Er entwickelte ein computerbasiertes Verfahren, mit dem sich fotorealistische Bilder von Lichtbrechungen erstellen lassen, die zum Beispiel von gefüllten Gläsern erzeugt werden.

Den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erhielten Florentine Mostaghimi-Gomi (18) und Ole Keim (17) aus Hamburg. Anhand versteinerter Überreste eines von ihnen gefundenen Zwergflusspferdes zeigten sie, dass die Insel Zypern möglicherweise schon viel früher von Säugetieren besiedelt wurde als bislang angenommen.

Sieger im Fach "Biologie" wurde die 18-jährige Mara Lauer aus Kaiserslautern. Sie beschäftigte sich mit dem Lernverhalten von Eseln und Maultieren. Im Fach "Chemie" entwickelte Sieger Maximilian Albers (17) aus Montabaur eine spezielle Wärmebatterie. Patricia Asemann (16) und Robin Heinemann (16) aus Kassel berechneten anhand von zwei 450 Lichtjahren entfernten Planeten die "Bahndaten extrasolarer Systeme" und gewannen bei den "Geo- und Raumwissenschaften". Der beste Nachwuchsforscher bei den Mathematikern und Informatikern ist Nils Waßmuth (19) aus Bonn. Er nahm mathematische Exoten genauer unter die Lupe - und zwar sogenannte Sedenionen. Das sind vereinfacht gesagt 16-dimensionale, hyperkomplexe Zahlen. Anselm von Wangenheim (18) überzeugte in der "Physik" und zeigte mit Simulationen, das auch einbeinige Roboter stabil stehen und sich fortbewegen können. Paul Kutzer (18) aus Regensburg überzeugte im Fach "Technik" mit einer Software zum automatischen Lösen von Sudokus. Insgesamt nahmen 195 Jugendliche in 113 Projekten auf Einladung von BASF an dem Bundesfinale teil.