Technik versagte bei Zugunfall

Rund einen Monat nach dem tragischen Zugunglück bei Bettemburg, bei dem ein Lokführer ums Leben kam (wir berichteten), hat die luxemburgische Staatsanwaltschaft gestern erste Untersuchungsergebnisse mitgeteilt. Demnach habe das Sicherheitssystem versagt, als es ein Stopp-Signal nicht erkannte. Die Kontaktübertragung des Signals zwischen Zug und Gleisen habe nicht funktioniert und so sei keine automatische Notbremsung eingeleitet worden.

Doch auch der Lokführer des Güterzugs reagierte nicht auf das Vorsignal, so steht es im Zwischenbericht. Warum er dies ignorierte, konnten die ersten Ermittlungen noch nicht klären. Erst viel zu spät habe er eine Notbremsung eingeleitet, wodurch der Zug seine Geschwindigkeit von 133 auf 85 Stundenkilometer beim Aufprall reduzieren konnte. Um die Kollision zu vermeiden, reichte dies aber nicht aus.