Schüler jobben für Afrika

Arbeiten für Afrika – diese Aufforderung kommt in jedem Jahr wieder aus Mainz. Seit 2003 machen Schüler mit: Sie jobben einen Tag lang – und der Lohn geht an afrikanische Bildungsprojekte. In diesem WM-Sommer findet diesmal auch König Fußball Platz in der Kampagne.

Als Turmuhrentechniker, Marktverkäufer oder beim Stadion säubern - für Zehntausende Schüler steht heute wieder Arbeit für Afrika auf dem Stundenplan. Einen Tag lang jobben sie bei der bundesweiten Kampagne "Dein Tag für Afrika " und unterstützten mit den Einnahmen Gleichaltrige auf dem afrikanischen Kontinent. Im vergangenen Jahr sind deutschlandweit rund 180 000 junge Leute dem Aufruf der "Aktion Tagwerk" gefolgt, allein in Rheinland-Pfalz waren 55 000 Schüler aktiv.

2014 wird die Kampagne zum zwölften Mal organisiert. Dabei müssen nicht nur die Schüler des Landes ihren Mut zu neuen Aufgaben beweisen: Auch mehrere rheinland-pfälzische Politiker wollen sich engagieren. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD ) plant beispielsweise einen kurzzeitigen Wechsel von der Staatskanzlei hinter die Café-Theke. Bildungsministerin Doris Ahnen und der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (beide SPD ) haben einen Versuch als Verkäufer auf dem Wochenmarkt angekündigt. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) will mit einem Gymnasiasten einen Turmuhren- und Glockentechniker begleiten und CDU-Landeschefin Julia Klöckner Brötchen in einer Bäckerei verkaufen.

Im WM-Sommer stehen auch ein Benefizturnier im Mainzer Stadtteil Bretzenheim und Veranstaltungen in der Coface Arena auf dem Programm. Der gesamte Arbeitslohn des Tages soll in Bildungsprojekte in Burundi, Südafrika, Uganda, an die Elfenbeinküste und ins rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda fließen. 2013 kamen laut Aktion Tagwerk bundesweit rund 1,2 Millionen Euro zusammen.

Die Kampagne "Dein Tag für Afrika " gibt es seit 2003. Sie hat ihren Ursprung in Rheinland-Pfalz, da das Bundesbüro der Aktion Tagwerk in Mainz sitzt. Insgesamt haben bisher fast zwei Millionen Schüler in Deutschland mitgemacht.