Schnee lockt in die Skigebiete

Jetzt geht's endlich los: Rechtzeitig zum Jahresende heißt es in den rheinland-pfälzischen Wintersportgebieten „Ski und Rodel gut“. Für die Eiswein-Winzer im Land kommt die Kälte dagegen zu spät.

Seit dem gestrigen Montag laufen in den rheinland-pfälzischen Wintersportgebieten die Skilifte. "Die Leute haben lange nach Schnee gehungert", sagte der Betriebsleiter der Anlagen am Erbeskopf im Hunsrück, Klaus Hepp. Nachdem am schneereichen Wochenende die ersten Rodler am höchsten Berg in Rheinland-Pfalz (818 Meter) unterwegs waren, konnten auch die Skifahrer loslegen. Nach den Worten von Hepp liegen rund 15 Zentimeter Schnee auf dem Erbeskopf. Auf den Pisten in den Skigebieten Mäuseberg und Hohe Acht in der Eifel sind es nach Betreiber-Angaben bis zu zehn Zentimeter Schnee , die für Abfahrtsspaß sorgen.

Bereits am Eröffnungstag tummelten sich am Erbeskopf in Deuselbach zahlreiche Wintersportler an den Liften, dank der günstigen Bedingungen rechnete Hepp mit bis zu 4000 Besuchern. Im vergangenen Winter mussten die Lifte wegen Schneemangels am Erbeskopf geschlossen bleiben.

Rheinland-Pfalz hatte die kälteste Nacht des Jahres hinter sich. In der Nacht zum Montag sind in Blankenrath im Landkreis Cochem-Zell minus 13,6 Grad Celsius gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Der Wetterdienst Meteomedia , der andere Messstationen hat, registrierte sogar minus 16,8 Grad. Gemessen wurde der Kältewert in der Ortsgemeinde Dill im Rhein-Hunsrück-Kreis, wie ein Meteorologe sagte. Für die Winzer kommt die Kälte zu spät: Die Eisweinlese des Jahrgangs 2014 wird in den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten nach Einschätzung von Experten weitgehend ausfallen. "Das wird wohl dieses Jahr eher nichts", sagte ein Sprecher des Deutschen Weininstituts in Mainz. Ausnahmen seien allerdings möglich. Für eine erfolgreiche Lese müsse die Eiseskälte über mehrere Tage anhalten, sagte der Sprecher.

Nachdem am Wochenende Eis und Schnee den Verkehr in Teilen von Rheinland-Pfalz ausgebremst hatten, ging es zum Start in die neue Woche auf den Straßen im Land wieder ruhiger zu.