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Reiseveranstalter: Verletzte Buspassagiere wohl bald zuhause

Reiseveranstalter: Verletzte Buspassagiere wohl bald zuhause

Die schwer verletzten Opfer des Busunglücks in Osthessen werden nach Einschätzung des Reiseveranstalters bis Ende kommender Woche wieder zu Hause sein oder in Krankenhäuser am Wohnort verlegt. Im Einzelfall hänge das von der Transportfähigkeit ab, sagte Geschäftsführerin Mathilde Nuber, die sich auf Informationen von Angehörigen berief, am Freitag in Hanhofen . Drei Tage nach dem Unfall mit vier Toten und rund 40 Verletzten (wir berichteten) lagen noch 13 Menschen im Krankenhaus.

Ein Teil wurde auf der Intensivstation behandelt. In dem Bus hatten vor allem Senioren aus der Pfalz gesessen.

"Es will jeder heim, wenn es einigermaßen geht", sagte Nuber. Die psychische Belastung bei den Verletzten sei aber sehr groß, deshalb sei einigen von ihnen empfohlen worden, zwei oder drei Tage länger in der Klinik zu bleiben.

Indessen gehen die Ermittlungen zur Unfallursache weiter. "Wir warten auf das Gutachten", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Sachverständige hatten den Bus und das Unfallauto zuvor untersucht. Außerdem sollen die Fahrgäste als Zeugen vernommen werden. Routinemäßig wurde dem mutmaßlichen Unfallverursacher eine Blutprobe entnommen, sie wird auf Spuren von Alkohol und Drogen untersucht. Das Ergebnis liegt noch nicht vor.

Der 49-jährige Autofahrer war bei dem Unfall leicht verletzt worden. Sein Wagen war aus bislang unbekannten Gründen am Dienstag auf der Autobahn A 4 zwischen dem Autobahndreieck Kirchheim und der Anschlussstelle Bad Hersfeld ins Schleudern geraten und mit einem Reisebus zusammengestoßen. Dieser stürzte eine etwa 50 Meter tiefe Böschung hinab. Die Reisenden aus der Pfalz waren auf dem Weg nach Leipzig, um dort den Jahreswechsel zu feiern.