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Prozess um Nagel-Angriff geht in weitere Runde

Prozess um Nagel-Angriff geht in weitere Runde

Zum nunmehr dritten Mal wird der Prozess um einen mutmaßlichen Angriff auf Polizisten mit einem Druckluftnagler in Trier aufgerollt. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe das Urteil vom Februar 2015 aufgehoben und die Sache zu neuer Verhandlung an das Landgericht Koblenz verwiesen, teilte das Landgericht Trier gestern mit.

Dieses hatte einen damals 47 Jahre alten Mann wegen versuchten Totschlags und wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Laut Anklage hatte er im Juli 2012 mit einem Druckluftnagler auf zwei Polizisten geschossen, weil er wegen Eheproblemen von ihnen getötet werden wollte. Der Mann hatte sich in seiner Firma verbarrikadiert. Die abgefeuerten Nägel trafen die Beamten nicht. Sie überwältigen den Mann schließlich, nachdem er sich mit dem Arbeitsgerät schwer verletzt hatte. Der Angeklagte legte Revision gegen das Urteil ein.

Im März 2013 war der Mann bereits wegen versuchten Totschlags und versuchter gefährlicher Körperverletzung vor dem Trierer Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob den Richterspruch damals wegen Rechtsfehlern auf. Die Gründe zur jüngsten Urteilsaufhebung lagen dem Landgericht zunächst nicht vor, wie es hieß.