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Ponywelt in Niedersimten ist eröffnet

Ponywelt in Niedersimten ist eröffnet : Spaß und Unterhaltung für Jung und Alt

Die „Ponywelt“ in Niedersimten ist eröffnet – Schritt für Schritt geht es weiter. Ann-Katrin Bossert erfüllt sich mit dem Projekt, aus dem bald ein Verein werden soll, einen Kindheitstraum.

Einen Schritt näher gekommen, ihren Kindheitstraum in die Realität umzusetzen, ist Ann-Katrin Bossert aus Niedersimten. Die 26-Jährige träumt schon seit Jahren davon, in Niedersimten ein cooles Ponycamp zu etablieren. Ihr großes Vorbild waren die bekannten und in den 60er Jahren gerne gesehenen Film-Erlebnisse der „Mädchen vom Immenhof“. Nun, vor wenigen Wochen, öffnete die „Ponywelt“ ihre Pforten.

Am ehemaligen Sportplatz, In der Waltersbach, umgeben von hohen Bäumen, ist auf rund 15 000 Quadratmeter Fläche ein kleines Freizeitparadies für Kinder und Erwachsene entstanden. Das kreative Angebot reicht von Ponyreiten, auf mehreren Hüpfburgen herumtoben bis hin zu Torwandschießen (auf einer in der eigenen Sattlerei hergestellten Torwand) und Dosenwerfen.

Spaß und Unterhaltung für Jung und Alt sind garantiert. Den Kindergeburtstag im Zirkuswagen können die Besucher jetzt auch buchen, Corona lässt es endlich zu. Samstags und sonntags freuen sich in der „Ponywelt“ 26 Tiere auf die Besucher, natürlich vor allem auf die Kids. 43 Tiere insgesamt finden ein Quartier in den Ställen und Ausläufen der Familie Bossert. Und die Tiere stehen im Mittelpunkt des konzeptionellen Geschehens vor Ort.

Zu den Ponys, Eseln, Ziegen, Pferden und dem Lama „Hugo“ bewegen sich die Kids hin. Kreativer Höhepunkt ist natürlich das Ponyreiten.

Tolle Unterstützung findet Ann-Katrin Bossert dabei von den Mädchen aus dem „Ponyclub“. Jener Truppe zehn- bis 16-jähriger Girls, die seit vielen Jahren von der Juniorchefin des Landauer Weihnachtscircus betreut werden. Zumeist haben die Mädchen in Niedersimten das Reiten erlernt. Jedes Wochenende sind vier bis fünf der Truppe in der „Ponywelt“ aktiv.

Zufrieden mit der Resonanz der ersten Wochen zeigen sich Ann-Katrin und auch ihr Papa Jakel Bossert. Sie stellen fest: Am Sonntag kommen stets „ein paar Besucher mehr“. Das Konzept sieht es vor „das Umfeld der ‚Ponywelt’ Schritt für Schritt zu erweitern“, erzählt Jakel. Das Geschehen zieht sich über den ganzen Tag hinweg. Die Anlage ist gut überschaubar, es gibt jede Menge Sitzmöglichkeiten und viele Schattenplätze. Geöffnet ist übrigens von 11 Uhr bis 18 Uhr.

„Wir wollen, dass sich die Kinder hier wohlfühlen, sich kreativ betätigen können und in Kontakt mit den Tieren kommen“, erzählt Ann-Katrin. Bis jetzt plant man bis zum Oktober hin. Lassen es dann das Wetter und die Corona-Situation zu, kann es gerne weitergehen. Am Geschehen der „Ponywelt“ beteiligen sich alle Bosserts. Gemeinsam hat man gerade eine schwere Zeit hinter sich gebracht. Die Ansagen in der „Ponywelt“ kommen von Ann-Katrin.

Unterstützung gab es für das Team der „Ponywelt“, die übrigens bald ins Vereinsregister eigentragen werden soll. Werner Schwarz beispielsweise lieferte Obst und Gemüse, Heidi und Roland Götz spendeten 20 Ballen Heu. Die Senioren aus dem ehemaligen FCN-Sportheim zahlten für jene Karotten, die Ann-Katrin auf dem Wochenmarkt abholen konnte. Und, und, und ...

Ann-Katrin und Jakel ist es sehr wichtig, dass die „Ponywelt“ für „Tiere schauen“ steht und nicht für „Tiere streicheln“. Nachmittags organisiert Ann-Katrin eine Pferdedressur. Den beiden Eseln Elsa und Lotte bringt sie gerade das Lachen bei. „Bei uns können die Tiere alt werden“, so Jakel Bossert. „Sie sind hier möglichst wenig Stress ausgesetzt. Und so soll es auch bleiben“, ergänzt Ann-Katrin.

Die Woche über verbringen die Tiere im Tal nebenan, am Freitag ziehen sie dann in die „Ponywelt“ ein. Auf diesen Umzug freuen sich die Tiere jedes Mal auf’s Neue. Ann-Katrin verbringt die Nacht auf den Samstag hin auch immer im Wohnwagen auf dem Gelände.

Diesmal ist auch eine Gruppe aus dem Klosterhof zu Gast in der „Ponywelt“. Im Klosterhof wohnen Kinder, die sich aufgrund aktuell schwieriger Familiensituationen in einer Not- oder Krisensituation befinden. Leonie nutzt die Gelegenheit und führt ein Fachgespräch mit Ann-Katrin. Indessen kümmern sich die Mädchen aus dem Ponyclub um das Ponyreiten. Die vierjährige Sophie will unbedingt ihren Affen Jimmy mit aufs Pony nehmen. Kein Problem.