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Patenmodell für Flüchtlinge vorgestellt

Patenmodell für Flüchtlinge vorgestellt

Zweibrücker Bürger sollen als Paten Flüchtlingen zur Seite stehen. Mögliche Hilfen reichen von der Hausaufgabenbetreuung über Behördengänge bis hin zum gemeinsamen Kochen. Projekt-Koordinatorin ist Ruth Reimertshofer.

Große Resonanz fand dieser Tage eine Veranstaltung des Beirats für Migration und Integration Zweibrücken , bei der auch eine neue Initiative vorgestellt wurde: der Aufbau eines Netzwerks von Patenschaften in Zweibrücken , mit dem Ziel jedem Flüchtling, der dies braucht und wünscht, ein Pate zur Seite zu stellen. Im voll besetzen Ratssaal waren alle gekommen, die in Zweibrücken die sprachliche und gesellschaftliche Integration der ausländischen Bevölkerung fördern, Leiter der öffentlichen Ämter, der Volkshochschule, Träger der verschiedenen Projekte wie der kirchlichen und gesellschaftlichen Initiativen. Mit der gewaltigen Aufgabe der stetig wachsenden Zahl der Flüchtlinge auch in Zweibrücken , wird von Seiten der städtischen Verwaltung bereits engagiert begegnet. Nach der Vorstellung des im November neugewählten Beirats und seiner Projekte, entwickelte sich ein lebhafter Informations- und Erfahrungsaustausch mit vielen positiven Vorschlägen, bei der auch eigene Aktivitäten und bereits bestehende Patenschaften vorgestellt wurden.
Bereits erste Teilnehmer

Die große Hilfsbereitschaft der Menschen zeigte sich, indem bereits am Abend der Veranstaltung mehrere Teilnehmer sich in die ausgelegte Liste eingetragen haben, wodurch der Grundstein für das Patenschaftsnetz gelegt wurde. Die Migrationsbeirat hofft, dass sich in den kommenden Wochen weitere Personen, die sich als Pate engagieren wollen, melden. Für ein solches Engagement gebe es vielfältige Ansätze - sei es die Hilfe bei Hausaufgaben für die Kinder, Begleitung bei Ämtergängen, oder Hilfe zum Deutschlernen im Alltag, beim Einkaufen oder beim gemeinsamen Kochen. Auch die Betriebe sollen sich angesprochen fühlen, bei der Integration mitzuhelfen. Ein besonderer Stellenwert soll auch das Projekt im Projekt "Frauen helfen Frauen" einnehmen.

Die Koordination des Projekts übernimmt Ruth Reimertshofer, stellvertretende Vorsitzende des Beirats. Die Deutsche erklärt, eine geglückte Integration der Menschen, die vor Terror in ihren Heimatländern fliehen müssen" könne dazu "beitragen, Konfliktherde bei uns zu entschärfen beziehungsweise erst gar nicht aufflammen zu lassen". rrh