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Musikverein Oberauerbach: Musikverein zeigt sich in bester Spiellaune

Musikverein Oberauerbach : Musikverein zeigt sich in bester Spiellaune

Das Oberauerbacher Blasorchester gab am Sonntag sein Weihnachtskonzert in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche.

Kurt Frey, Leiter des Blasorchesters Oberauerbach, hatte für sein Weihnachtskonzert am vergangenen Sonntag nur 13 Musiker zur Verfügung, eine Unglückszahl war das aber ganz und gar nicht. Die 13 trieben ihre Leidenschaft zur Blasmusik auf schönste Höhen. Die Zuhörer, leider hatte der Wintereinbruch wohl einige Besucher abgeschreckt, applaudierten heftig nach jedem Stück. Das Orchester hatte sogar Scheinwerfer mit farbigem Licht aufgebaut und bei der musikalischen „Abendstimmung“ wurden wandernde Sterne an die Wand projiziert.

An Weihnachtsstimmung fehlte es also nicht. „Das Phantom der Oper“ geisterte durch die Musik, Kurt Frey hatte es für Blasorchester arrangiert. Hunderte Abende wurde es auf vielen Bühnen gespielt, der schaurig schöne Inhalt ist den meisten ein Begriff.

Ähnlich verhält es sich beim King of Pop, Michael Jackson. Die Moderatorin Britta Gries gab jeweils interessante Einblicke in Leben und Werk der Komponisten. Wohl weit über 400 Millionen Tonträger hat Michael Jackson verkauft, und die Erben verdienen heute noch jede Menge an ihm. Im Guinnessbuch der Rekorde ist er zu finden. Und eben auch in vielen Konzerten, zur Freude der Musikfreunde in der Dietrich-Bonhoefferkirche Oberauerbach.

Die Stimmung lockerte sich, die Mienen hellten sich auf, die „Droge“ Jackson entfaltete ihre Wirkung. Gleich danach dann kam Beethoven mit Schillers Ode „An die Freude“, bearbeitet von Alfred Bösendorfer, die inzwischen die Spatzen von den Dächern pfeifen, ohne ihr jedoch den Zauber von Text und Melodie nehmen zu können. Man singt im Geiste mit: „Wem der große Wurf gelungen, eines Freunde Freund zu sein, wer ein holdes Weib errungen, mische seinen Jubel ein“. Ja, so war das, jedenfalls anno 1788.

Nach diesem Götterfunken ging’s in die Pause mit Worscht und Weck, Glühwein sowie Kaffee und Kuchen. Und jeder Menge Gesprächen. Pfarrerin Elisabeth Brach aus Winterbach war auch gekommen. „Wir haben unser Weihnachtskonzert am kommenden Sonntag um 17 Uhr, die Musikgruppe Navitus wird dabei sein. Ich finde es toll, was sich die Orchester bei der Inszenierung immer wieder einfallen lassen, das heute mit der Projektion ist doch prima“, sagt sie.

Ansonsten finden alle Oberauerbacher ihr Blasorchester einfach glänzend, das im nächsten Jahr 60 Jahre alt wird. Und Dirigent Kurt Frey kann dann sein 25-Jähriges als Dirigent feiern. Dann ging es in die zweite Halbzeit. „Der Star von Bethlehem“ trat auf, wieder von Kurt Frey arrangiert. Und zum Schluss des Konzertes erklang „Stille Nacht“ von Franz Gruber. Doch während des Konzertes schlief niemand, die Musik war viel zu aufwühlend und zu trefflich interpretiert. Damit und mit „Alles Gute für das Jahr 2018“ schloss der Musikverein das Jahr 2017 feierlich ab.