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Kleinflugzeug muss auf Autobahn landen

Kleinflugzeug muss auf Autobahn landen

Eine Propellermaschine hat technische Probleme. Der Pilot schafft es nicht mehr bis zum nächsten Flugplatz und landet notgedrungen auf der Autobahn.

Auf einer Autobahn in Ostwestfalen hat ein Pilot gestern sein Kleinflugzeug notgelandet. Die einmotorige Propellermaschine setzte auf der A 2 bei Herzebrock-Clarholz auf dem rechten Fahrstreifen und dem Seitenstreifen auf, wie eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster mitteilte. Der Pilot aus Basel war nach neuen Angaben der Polizei im elsässischen Colmar gestartet und wollte ins niedersächsische Nordhorn-Lingen. Zunächst hatte es geheißen, der Mann sei von Ailertchen im Westerwaldkreis aus losgeflogen. Bei der Landung berührte das Flugzeug einen Sattelzug und drehte sich um die eigene Achse. Die Tragflächen und der Lastwagen wurden leicht beschädigt. Der 66-Jahre alte Pilot, der allein in der Maschine saß, blieb ebenso wieder Lasterfahrer unverletzt. Der Pilot habe Probleme mit dem Motor gemeldet, sagte die Sprecherin. Die Flugsicherung wollte ihn deshalb zu einem kleinen Flugplatz in Oelde leiten. Bis dorthin schaffte es die Maschine aber nicht mehr. Deshalb habe sich der Pilot zu der Notlandung auf der Autobahn entschlossen, sagte die Sprecherin weiter. Die Maschine habe noch genug Treibstoff im Tank gehabt.

Die Sprecherin der Bezirksregierung korrigierte erste Angaben der Polizei , wonach das Flugzeug entgegen der Fahrtrichtung des Autoverkehrs gelandet war. Die Bezirksregierung untersucht nun die Notlandung.

Auf der Autobahn A 2 zwischen Oelde und Herzebrock-Clarholz bildete sich nach der Landung gegen 15.20 Uhr ein kilometerlanger Stau. Das Flugzeug wurde auf einen Parkplatz an der Autobahn geschleppt.