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Große Unterschiede bei Preisen: Große Unterschiede bei den Parkgebühren

Große Unterschiede bei Preisen : Große Unterschiede bei den Parkgebühren

Mainz ist die teuerste Stadt in Rheinland Pfalz, wenn es ums Parken geht. Elektro-Autos dürfen in manchen Fällen kostenlos parken.

Zwei Euro pro Stunde müssen Autofahrer in der Weihnachtszeit für das Parken in Mainz hinlegen. Damit ist das Abstellen des Fahrzeugs in den Straßen der Landeshauptstadt am teuersten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allerdings: Wer ein Elektroauto fährt, muss nichts zahlen. Die gleiche Regelung gilt für einige Stellplätze in Koblenz. Die Stadt Speyer überlegt ebenfalls, Fahrer von E-Autos ab dem kommenden Jahr nicht mehr fürs Parken zur Kasse zu bitten.

Das Parken soll 2018 in vielen Städten des Landes nicht teurer werden – das gilt etwa für Bingen, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Neuwied und Zweibrücken. Der ADAC meint, mehr als ein Euro sei für Autofahrer ohnehin nicht akzeptabel. Drehten die Städte an der Gebührenschraube, würden noch mehr Waren im Internet bestellt oder werde außerhalb der Orte in Outlets gekauft, sagte Herbert Fuss vom ADAC Mittelrhein.

Besonders gut haben es die Fahrer in der finanzstarken Kommune Ingelheim. Dort kostet die erste Stunde nichts, jede weitere Stunde nur 20 Cent. Erst ab der fünften Stunde wird es teuer. So lange darf man in Mainz gar nicht erst stehenbleiben: Nach einer Stunde ist in der Innenstadt Schluss. In den Parkhäusern kann man länger stehen und zahlt mit 1,80 Euro auch etwas weniger. „Das hat sich bewährt, die Parkhäuser sind etwas besser ausgelastet“, sagte ein Stadtsprecher.

Der ADAC wünscht sich mehr Informationen für Autofahrer. Die Städte sollten über Parkplätze und Preise aufklären – ähnlich wie Landau in der Pfalz mit einem Flyer. „Das hilft auch gegen das unnötige Rumfahren bei der Parkplatzsuche“, sagte Monika Gass vom ADAC Pfalz. Sie kann sich auch eine Lenkung des Verkehrs durch unterschiedliche Preise zu unterschiedlichen Zeiten vorstellen. Die Botschaft dahinter sei: Kommt in die Stadt, wenn es nicht so voll ist. In Zukunft könnten druckempfindliche Schleifen in der Fahrbahn oder die Überwachung mit Kameras den Autofahrern helfen, freie Parklücken zu finden. „Das befindet sich aber noch im Versuchsstadium.“

Helga Schmadel vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) Rheinland-Pfalz machte darauf aufmerksam, dass Parkgebühren eine Lenkungswirkung hätten. Seien die Gebühren wie in Mainz höher als die Fahrt mit Bus und Bahn, führen mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

(dpa)