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Schwarze Husaren: Große Hymnen und leise Winterlieder

Schwarze Husaren : Große Hymnen und leise Winterlieder

Die Schwarzen Husaren spielten ein Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche Großsteinhausen.

Die zahlreichen Gäste des Weihnachtskonzertes der Schwarzen Husaren begrüßte Beate Schnur, unter anderem Vorsitzende des Landfrauenkreisverbandes. Erich Gingrich hatte unterdessen seine Bläser zur richtigen Zeit fit auf die Bühne gebracht. Knalliger Beginn des Konzertes mit der „Westminster-Hymn“ aus dem Jahr 1745. Die Westminster-Abtei ist ein weltberühmtes Baudenkmal. Sie ist das höchste gotische Bauwerk auf den britischen Inseln.

Dort liegt, neben vielen Königen und ihren Familien, zum Beispiel auch der große Georg Friedrich Händel begraben.

Der Chor der Westminster Abbey ist einer der besten der Welt. Berühmt ist eben auch die „Westminster Hymn“, eine große Hymne für sinfonisches Blasorchester, der Eindruck war tatsächlich majestätisch.

Orchesterleiter Erich Gingrich beklagt den zu geringen Nachwuchs fürs Orchester: „Wir wollen Anfang des Jahres wieder einen Tag der offenen Tür anbieten, an dem die Jugend kommen kann und die Instrumente ausprobieren darf. Ich meine, viele wissen gar nicht, wie viel Freude Musik machen kann und darüber hinaus sind wir ja mit dem Orchester jedes Jahr auf großer Auslandstour – und Reisen bildet. Jedes Jahr erarbeiten wir neue Stücke für die Konzerte. Heute ist das ‚Halleluja‘ von Leonhard Cohen dabei“. Cohen sagte einmal: „Es ist ein guter Song, aber er wird von zu vielen gesungen.“ Hier liegt er ja aber für Blasorchester vor und beeindruckte sehr. „Winter Wonderland“, ein Winterlied im Swing, und „Mary’s boy child“, zwei gut alte Bekannte, wurden mit viel Ausdruck aufgeführt.

Im Orchester dabei ist auch immer Roland Quirin, Oberst der Reserve, Mitglied im Reservistenorchester. Er sagt: „Ich bin hier bei den Husaren schon Stammgast, Gingrich hat ja viele Jahre den Reservistenmusikzug Saar geleitet, wir kennen uns also schon ewig. Wir, die Schwarzen Husaren, veranstalten noch ein zweites Konzert in der Martin-Luther-Kirche in Contwig am 10. Dezember um 17 Uhr. Und der Reservistenmusikzug tritt am 14. Dezember um 20 Uhr in der Alexanderskirche auf. Das wird ein großes, wunderbares Konzert“.

Hört man den Schwarzen Husaren aufmerksam zu, spürt man die Einigkeit und die Leidenschaft für die Musik, die die Orchestermusiker verbindet.

Zu welch schönen Erfolgen die jungen Musiker es bringen können, wenn sie im großen Orchester spielen, zeigte der Soloauftritt von Jonas Süs mit dem Alt-Saxophon im Popsong „Can’t help falling in love“, den auch Elvis sang. Ein Highlight folgte dem anderen.

Mit dem Lied „We wish you a merry christmas“ endete der offizielle Teil des Konzertes. Bester Stimmung klatschten die Besucher weiter und weiter, es war ein toller Erfolg für die Musiker der Schwarzen Husaren.