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Gespräche über Teilrückerstattung für „Rock am Ring“-Fans

Gespräche über Teilrückerstattung für „Rock am Ring“-Fans

Unwetter haben den Abbruch des Musikfestivals „Rock am Ring“ in der Eifel erzwungen. Viele Besucher fragen nun, ob sie Geld für ihre Tickets zurückbekommen. Veranstalter und Versicherung prüfen noch.

Nach dem wetterbedingten Abbruch von "Rock am Ring" könnte die Frage einer möglichen Teilrückerstattung der Ticketpreise bis Monatsende geklärt sein. "Die Anliegen der Fans werden mit unserer Schadensversicherung in den nächsten ein, zwei Wochen geprüft", sagte der Frankfurter Konzertveranstalter Marek Lieberberg der Deutschen Presse-Agentur. "Wir streben eine faire Lösung an und benötigen hierfür die erforderliche Zeit."

1300 der 92 500 Besucher des Musikfestivals in Mendig in der Osteifel hätten sich bereits gemeldet. "Die wenigsten nehmen juristische Hilfe in Anspruch", sagte Lieberberg. Dafür gebe es auch keinen Grund. "Wir haben uns bisher zu den Vorstellungen noch nicht final äußern können", betonte er.

Zu dem jungen Mann, der während des Festivals Anfang Juni von einem Blitz schwer verletzt worden war, sagte der Konzertveranstalter: "Wir haben gehört, dass er in die Reha verlegt werden soll. Dabei begleiten ihn unsere besten Wünsche und Hoffnungen." Bei dem Gewitter waren 71 Menschen verletzt worden. Wegen weiterer angekündigter Unwetter musste Lieberberg auf Weisung der Behörden "Rock am Ring" vorzeitig abbrechen. Darüber entbrannte eine Diskussion. Zu der Frage, ob das legendäre Festival auch 2017 wieder in Mendig über die Bühne gehen wird, sagte der Veranstalter: "Im Moment gibt es keine Änderungen, die wir kommunizieren könnten."

"Rock am Ring" beschäftigt in anderer Hinsicht schon seit langem auch das Landgericht Koblenz: Dort verkündet der Vorsitzende Richter Andreas Roll am morgigen Dienstag in einem Streit um Namensrechte eine Entscheidung.

Im vorherigen einstweiligen Rechtsschutzverfahren hatte das Oberlandesgericht Koblenz Lieberberg recht gegeben. Die Sanierer des erst insolventen und dann verkauften Nürburgrings wollten vergeblich erreichen, dass der Veranstalter "Rock am Ring" auf dem Mendiger Flugplatz nicht mehr ohne ihre Zustimmung organisieren oder bewerben darf, da die Rechte am Titel beiden Seiten gehörten. Nun verkündet das Landgericht auch im Hauptsacheverfahren seine Entscheidung.

Bis 2014 war "Rock am Ring" an der legendären Rennstrecke über die Bühne gegangen - und 2015 im Streit mit dem Nürburgring ums Geld ins 30 Kilometer entfernte Mendig abgewandert.