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Flüchtling droht aus Protest mit Selbstverbrennung

Flüchtling droht aus Protest mit Selbstverbrennung

() Weil seine Familie nicht nach Deutschland darf, hat sich ein Flüchtling gestern in der Eifel vor den Augen seines siebenjährigen Sohnes mit Benzin übergossen. Der 35 Jahre alte Mann drohte damit, sich anzuzünden, wurde aber rechtzeitig von Polizisten überwältigt. Nach Angaben der Polizei in Trier wurde der Mann festgenommen. Verletzt wurde letztlich niemand.

Der 35-Jährige hatte sich im Beisein einer Behördenmitarbeiterin das Benzin aus einem mitgebrachten Kanister über den Kopf gegossen. Dann setzte er sich im Flur in den Wartebereich. Als die alarmierten Beamten zu Hilfe eilten, hielt der Mann bereits ein Feuerzeug in der Hand. Sie überwältigten den 35-Jährigen.

Der Mann ist laut Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm ein anerkannter Flüchtling aus Syrien, der seine in Ägypten lebende Familie nach Deutschland holen will. Die deutsche Botschaft dort habe seinen Antrag aber abgelehnt. Die Entscheidung ist nach Angaben eines Sprechers aber noch nicht bestandskräftig.