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Fast alle Badestellen „ausgezeichnet“

Fast alle Badestellen „ausgezeichnet“

Einmal im Jahr misst die Europäische Umweltagentur die Qualität der Badegewässer in der EU. Rheinland-Pfalz kommt dabei ausgezeichnet weg, als schlechteste Bewertung gibt es zweimal lediglich ein „gut“.

Ein neuer EU-Bericht zur Qualität der Badegewässer in EU-Ländern bewertet zwei Badestellen in Rheinland-Pfalz lediglich mit der zweitbesten Note "gut". Dabei handelt es sich nach dem am Mittwoch in Kopenhagen vorgestellten Bericht um den Sägmühlweiher in Trippstadt in der Südwestpfalz und den Baggersee Johanniswiese im Kreis Germersheim. Der Rest der untersuchten Badestellen in Rheinland-Pfalz wird als "ausgezeichnet" eingestuft. Der Saarbacher Hammer bei Pirmasens konnte seine Wasserqualität im Vergleich zum Vorjahr verbessern und erhält nun ebenfalls die Bestnote. Das liege vor allem daran, dass die anliegenden Hotels und Campingplätze an ein neues Abwassersystem angeschlossen wurden, sagte ein Gemeindesprecher. Wegen einer neuen Kläranlage gehe er davon aus, dass die Qualität in Zukunft sogar noch weiter steigen dürfte. Deutschlandweit fallen bei dem Test insgesamt fünf Badestellen durch. Beim vorigen EU-Bericht zur Gewässer-Qualität 2014 waren bundesweit noch 14 Badestellen als mangelhaft eingestuft worden.

Insgesamt schnitten Seen, Flüsse oder Badestellen am Meer in Deutschland gut ab, fast 98 Prozent aller untersuchten 2292 Stellen erfüllten die Mindeststandards. Bei einem großen Teil wird die Wasserqualität als "ausgezeichnet" bezeichnet - in Rheinland-Pfalz etwa der Waldsee Argenthal im Rhein-Hunsrück-Kreis oder der Blaue See im Kreis Neuwied.

Bewertet wurden in dem aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) die Wasserqualität in der vergangenen Badesaison - also von Mai bis September 2015.