Dörrfleisch mit Sauerkraut zum Fest

Eifrig bei der Sache ist die Laientheatergruppe Käshofen. Seit Oktober laufen die Proben im Dorfgemeinschaftshaus. Bereits am 1. Weihnachtsfeiertag steht die Premiere von „Dörrfleisch mit Sauerkraut“ an.

Immer wieder heißt es: "Alles auf Anfang!" Szene um Szene wird abgearbeitet. Manche sogar mehrfach hintereinander wiederholt, bis sie sitzt. Reichlich Studentenfutter, Obst und Flüssigkeiten stehen auf den Versorgungstischen bereit, um die anstrengenden Proben konzentriert durchzuziehen. Der genaue Platz eines jeden Darstellers wird immer wieder genauso verfeinert, wie die passende Gestik zur Textvorgabe. "Es ist die heiße Phase", wie Karl Hoffmann von der Laientheatergruppe Käshofen erklärt. Ende Oktober haben die elf Akteure mit den Proben zum neuen Stück: "Dörrfleisch mit Sauerkraut ", begonnen.

Immer mit dabei Souffleuse Erika Schäfer, sie hilft, wenn es mal hakt. Und Bühnenbauer Günther Schäfer, der wieder einmal eine neue Spielumgebung umsetzen musste. Im 30. Jahr führt die Käshofer Theatergruppe ein selbst einstudiertes Stück auf. Neben den "üblichen Verdächtigen", wie beispielsweise Edith Schneider (spielt Helga Krause), Wolfgang Schwenk (Oswald Krause), Petra Vollmar (Chantal Obermaier) oder Klaus Marhöfer (Doppelrolle: Max Kaiser und Ferdinand von Cartier ), sind dieses Mal Claudia Schmidt (Marie Jungbauer), Theresia Bauer (Susi Weber) und Andreas Mohrbach (Adalbert Baron von und zu Stadelhofen) in ihren Rollen neu mit dabei. Für die drei Neulinge hat der Besuch der Theateraufführung in Käshofen schon jahrelang Tradition gehabt. "Das gehört bei uns in der Familie einfach dazu, nach Weihnachten ins Dorfgemeinschaftshaus zu gehen und es sich anzuschauen", erzählt Theresia Bauer. Die Komödie in drei Akten stammt von Autorin Regina Rösch. Zwanzig Jahre lang sind Oswald und sein Freund Emil gemeinsam drei Wochen zum Kururlaub nach Bad Füssing gefahren. Ganz getreu dem Motto: "Morgens Fango, abends Tango", haben sich die Kollegen vom Alltagsstress "erholt". Doch dann begannen die beiden Landwirte den Fehler ihres Lebens. Sie schafften ihre Schweine auf dem heimischen Bauernhof ab. Bislang hatten die beiden genügsamen Ehefrauen ohne murren auf das Viehzeug aufgepasst, damit sich die Herren erholen konnten. Jetzt wollen Helga und Betty selbst einmal ausspannen-aber mit ihren Ehemännern zusammen! Es scheint zu Beginn ein ganz normaler Kururlaub mit Massage, Heilwasser, Bewegungsbad und Tai-Chi zu werden. Doch die Sehnsucht von Oswald und Emil nach "Frischfleisch" wird immer unerträglicher. Selbst das Kurpersonal wird eingespannt, um die beiden "lästigen" Ehefrauen abzulenken. Witz, Vertuschung und Kreativität nehmen ihren Lauf in dem mehrsprachigen Theaterstück. "Aber keine Angst, auch ohne englisch, französisch oder russisch Kenntnisse versteht man die witzigen Dialoge", verspricht Klaus Marhöfer, "und pfälzisch ist neben Hochdeutsch natürlich auch wieder dabei."

Am ersten Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, hebt sich der Vorhang zur Premiere. Im neuen Jahr geht es am Samstag, 3. Januar und am 10. Januar weiter. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Das Dorfgemeinschaftshaus ist bereits eine Stunde vorher geöffnet. Karten bei Edith Schneider unter Telefon: (0 63 37) 18 06 bestellen. Sieben Euro kostet eine Sitzplatzkarte.