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Spätestens 2025 soll die S-Bahn ab Zweibrücken rollen

VRN informiert Hauptausschuss über Planungsstand : Spätestens 2025 soll die S-Bahn rollen

In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses informiert ein Vertreter des Verkehrsverbundes VRN über den Sachstand bezüglich der Reaktivierung der S-Bahn. Laut Sitzungsunterlagen soll spätestens 2025 der Startschuss fallen.

Die Reaktivierung der S-Bahn-Strecke nach Zweibrücken rückt wieder ein kleines Stückchen näher. An diesem Mittwochabend informiert ein Vertreter des VRN (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) die Mitglieder des Haupt- und Personalausschusses über den aktuellen Sachstand.

Bereits im Vorfeld wurden den Teilnehmern ausführliche Situngsunterlagen zugesandt. Und zwar aus dem Grund, damit diese gut informiert sind und in der Sitzung (ab 17 Uhr im Rathaus) nicht mehr allzuviele Fragen stellen müssen. Ziel sei, die Sitzung aufgrund der Corona-Lage straff zu halten, erklärte die Verwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung.

Kurz und bündig soll es also werden. Und die Unterlagen fassen die zentralen Punkte zusammen: Spätestens im Jahr 2025 soll die S-Bahn wieder ab Zweibrücken rollen. Wobei darauf hingewiesen wird: „Die Realisierung steht in unmittelbarer Abhängigkeit zum zeitlichen Verlauf des Planfeststellungsverfahrens durch das Eisenbahnbundesamt.“

Die Gesamtkosen werden derzeit mit rund 37,56 Millionen Euro veranschlagt. Hierfür entfallen rund zehn Millionen Euro auf Planungs- und Verwaltungskosten. Auf die Stadt Zweibrücken entfallen laut dem VRN-Papier anteilige Finanzierungskosten in Höhe von 457 000 Euro.

Im Zuge des Projekts sei die Elektrifizierung der Strecke 3450 im Abschnitt Einöd – Zweibrücken vorgesehen, es erfolge eine Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik, der Haltepunkt Einöd werde in einen Bahnhof umgebaut und der Hauptbahnhof Zweibrücken entsprechend für die S-Bahn vorbereitet, ferner ist der Neubau beziehungsweise die Reaktivierung der Stationen Schwarzenacker, Schwarzenbach und Beeden vorgesehen.

Das Papier des Verkehrverbundes Rhein-Neckar blickt bereits frohen Mutes auf die Vorteile, die im Zuge der Reaktivierung der S-Bahn-Strecke entstehen: „Nach der Anbindung der Stadt Zweibrücken an die S-Bahn Rhein-Neckar kann künftig in Kaiserslautern Hauptbahnhof in den schnellen Regional-Express (RE) in Richtung Mannheim umgestiegen werden. Dort können dann mehrere ICE-Linien erreicht werden. Dies gilt auch für die Gegenrichtung“, heißt es.

Weiter wird angemerkt: „Durch den Ausbau des Knotens Mannheim-Heidelberg bestehen dann die infrastrukturellen Voraussetzungen, dass dieser RE über Mannheim hinaus bis nach Heidelberg verlängert werden kann.“