Volleyball SVK schrammt an der Überraschung vorbei

Zweibrücken · Landesliga-Volleyballer des SVK Blieskastel-Zweibrücken unterliegen im Saarpokal-Finalturnier klassenhöherem TV Quierschied.

 Die SVK-Spieler Daniel Neumann (rechts) und Daniel Hübert (verdeckt daneben) steigen zum Block gegen Quierschieds Jahn Hauprichs hoch.

Die SVK-Spieler Daniel Neumann (rechts) und Daniel Hübert (verdeckt daneben) steigen zum Block gegen Quierschieds Jahn Hauprichs hoch.

Foto: Mirko Reuther

Der SVK hatte das Finalturnier-Ticket im November mit einem beherzten Auftritt gegen den klassenhöheren Verbandsligisten TV Wiesbach II (3:1) und den Bezirksligisten TV Losheim II (3:0) gelöst. Bei ihrem „Heimspiel“ in der Sporthalle des Hofenfelsgymnasiums waren die Zweibrücker der einzige Landesligist. Die anderen Teilnehmer – der TV Quierschied, der TV Saarwellingen II und der TV Losheim – schlagen in der Verbandsliga auf.

Und den Zweibrückern fehlte zu einer erneuten Pokal-Überraschung gar nicht so viel. Vor der stimmungsvollen Kulisse von knapp 100 Zuschauern, die nahezu jeden Stuhl in der Halle besetzten, kam der SVK in seinem Halbfinale gegen den Verbandsliga-Vierten Quierschied richtig gut ins Spiel und lag zur Mitte des ersten Satzes mit 11:7 vorne. Besonders Daniel und Michael Hoffmann auf den Außenpositionen sammelten konstant Punkte für die Zweibrücker, die jeden gelungenen Angriff lautstark feierten.

Die Krux im Spiel des Landesligisten war die Annahme. Insbesondere der erste Pass geriet mitunter zu ungenau. Das hemmte die Variabilität im Zweibrücker Offensivspiel. Der SVK war eher auf Sicherheit bedacht. Schnellangriffe über die Mitte waren rar gesät. Auch zwei Auszeiten konnten nicht verhindern, dass der Favorit Quierschied den Satz drehte und mit 25:17 gewann.

Doch im zweiten Durchgang schlugen die Zweibrücker zurück. Die Gastgeber lagen rasch mit 4:0 vorne und bauten den Vorsprung auch dank starker Aufschläge von Michael Hoffmann auf 20:14 aus. Quierschied rückte dem SVK auf der Zielgeraden des Satzes zwar noch einmal dicht auf die Pelle. Doch angeführt von Daniel Hoffmann, der nahezu jeden seiner Angriffe erfolgreich abschloss, brachten die Zweibrücker den Durchgang mit 25:22 nach Hause.

Der dritte Satz verlief umkämpft, doch Quierschied hatte die Nase durchweg vorne. Zwischenzeitlich trennte die beiden Teams zwar nur ein einziger Punkt. Am Ende sicherte sich der Verbandsligist den Durchgang aber mit 25:21.

Siegen oder Fliegen hieß es für den SVK deshalb im vierten Satz: In diesem band Zweibrücken die Mittelpositionen besser ins Angriffsspiel ein. Insbesondere Pavlo Kolos punktete jetzt immer öfter. Zwar haderten die Zweibrücker weiter mit ihrer durchwachsenen Annahme. Trotzdem schien der SVK beim Stand von 20:17 auf bestem Wege einen Entscheidungssatz zu erzwingen. Doch Quierschied glich zum 24:24 aus. Und entschied den vierten Durchgang – und somit das Spiel – schließlich in der Verlängerung mit 27:25 für sich.

Was die Zweibrücker ärgerte: Ein Punkt, der am Ende zum Satzgewinn fehlte, hätte dem SVK vorher eventuell zugesprochen werden müssen. Mitte des Durchgangs sei ein Angriffsschlag der Zweibrücker von einem Quierschieder berührt worden und danach ins Aus gesegelt, berichtete SVK-Spielertrainer Alexander Hoffmann. Doch die Schiedsrichter hatten den Kontakt nicht gesehen und gaben den Punkt an den TV. Danach wurde diskutiert – „doch der Gegner wollte es nicht zugeben“, ärgerte sich Hoffmann.

„Quierschied hatte das bisschen Glück mehr als wir. Wir haben aber abgesehen von der Annahme sehr gut gespielt und hätten den Favoriten aus der Verbandsliga beinahe in den Tiebreak gezwungen“, lautete das Fazit des Spielertrainers.

Im zweiten Halbfinale setzte sich im Duell zweier Verbandsligisten der TV Saarwellingen II mit 3:1 nach Sätzen gegen den TV Losheim durch. Und auch im Finale behielt Saarwellingen die Oberhand. Der TV gewann das Endspiel gegen Quierschied glatt mit 3:0.

Die SVK-Volleyballer sind in der Landesliga an diesem Dienstag um 19 Uhr bei Schlusslicht TV Bliesen III gefordert.

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