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Zweibrücken: Tennis startet am Wochenende

Die Freude ist groß - die Lust auch : Aufstieg doch noch geglückt

Die Herrenteams des TC Weiß-Blau und des TC 1987 Zweibrücken sowie die Herren des TC Althornbach schlagen trotz Corona-Saison eine Klasse höher auf. Medienrunde der Aktiven startet an diesem Wochenende.

Die Hoffnung der Zweibrücker Tennisherren hat sich erfüllt. Sowohl die Erste des TC Weiß-Blau als auch das Team des TC 1987 darf nach der jeweils souveränen Meisterschaft im vergangenen nun in der neuen Runde eine Liga höher in der A-Klasse aufschlagen. Und das, obwohl es nach der Corona-Übergangssaison 2020 offiziell weder Auf- noch Absteiger gegeben hatte. Doch beide Mannschaften hatten ihre Spielklassen so sehr dominiert, dass der Verband diese bei der Ligeneinteilung höher eingestuft hat. Der Sprung nach oben ist damit der verdiente Lohn für die souveräne Vorsaison. „Die Freude über den Aufstieg ist groß, weil das Niveau in dieser Klasse nun doch um einiges höher ist“, erklärt Weiß-Blau-Mannschaftsführer Andreas Brill.

Sein Team hatte [SK1] in der vergangenen Runde ungeschlagen den Titel in der B-Klasse (Gruppe 4) gewonnen. Beim 21:0-Sieg gegen den TC Ramstein gaben die Weiß-Blau-Herren keinen einzigen Satz ab. Spannender wurde es eigentlich nur gegen den TC Rot-Weiß Kaiserslautern III (12:9). Mit der nun höheren Spielklasse steige natürlich auch die sportliche Herausforderung. Eine Saison nur mit Siegen wird es kaum mehr geben. Das sei den Zweibrückern bewusst. „Aber es war ganz klar das Ziel, in die A-Klasse aufzusteigen. Wir hatten nach der Übergangssaison die Hoffnung, dass es funktioniert. Dass dann es tatsächlich noch geklappt hat, das ist für die jungen Spieler toll. Die Mannschaft besteht ja größtenteils aus jungen Spielern, ich bin da ja die große Ausnahme“, sagt Brill (Jahrgang 1983) mit einem Lachen.

Und das werde auch in der kommenden Saison so sein. „Das Ziel ist es wirklich, die Jungen mit einzubinden.“ Das solle auch in Zukunft so bleiben. Brill wolle mit seinem Team alles geben, um den Verbleib in der höheren Liga zu schaffen. „Wenn es natürlich auch schwierig wird, die Klasse zu halten“, sagt er.

Dabei können die Weiß-Blauen allerdings nicht mehr auf die komplette Meistermannschaft des Vorjahres zurückgreifen. „Neben einem Abgang haben wir leider drei Spieler, die weiter weg studieren und uns nicht mehr zur Verfügung stehen.“ Dazu gehöre auch die Nummer eins Luca Steltmann, der 2019 Pfalzmeister der Klasse bis LK 7 wurde. „Das ist echt schade und macht es umso schwieriger.“ Den Stamm des A-Klasse-Teams werden neben Brill (LK 10.1) der junge Führungsspieler Noah Nagel (LK 12.1), Jonathan Kauf (LK 16.1), Linus Reister (LK 15.1), Kias Maué (LK 20.1) und Simon Kauf (LK 23.1) bilden. „Das sind die Haupt-Sechs. Dann ist es von mir gewünscht, dass wir mit jungen Spielern auffüllen und nicht aus den 40ern Herren runterholen. Die müssen auch in zwei Jahren, wenn ich rausfalle, mit den jungen auffüllen – und da sind einige in der Jugend, die das auch können“, ist sich Brill sicher. Auch deshalb hat der TC Weiß-Blau für diese Runde eine zweite Herrenmannschaft in der C-Klasse gemeldet, in der die Jungs Spielpraxis sammeln können. Ihren coronabedingt unüblich späten Saisonauftakt bestreitet die Weiß-Blau-Erste an diesem Sonntag ab zehn Uhr zuhause gegen die SG Queidersbach/Erfenbach I. Das zweite Herrenteam empfängt den ESV TA Pirmasens I.

Nach dem souveränen Aufstieg aus der C-Klasse glich auch die vergangene Saison der Herren des TC 1987 Zweibrücken in der B-Klasse (Viererteams) einem vergnüglichen Spaziergang. Jedoch nie für den Gegner. In den fünf Partien blieben diese allesamt chancenlos. Drei Mal spielten die Zweibrücker zu Null. Erst in den letzten beiden Partien gegen Hoppstädten und Petersberg musste das Team um Mannschaftsführer Sascha Booz (LK 23.1) die ersten Matches abgeben. Zweibrückens Spitzenspieler Dennis Koch, nun in der LK 11.6 eingestuft, und der an Nummer zwei gesetzte Marc-Oliver Schliessmeyer (LK 15.1) waren in der B-Klasse rund acht bis zehn Leistungsklassen höher eingestuft als die Spieler der Konkurrenz. So lässt sich auch die Dominanz nach dem Aufstieg erklären. „Das macht dem Gegner keinen Spaß – und mir auch nicht unbedingt“, sagte Koch vergangene Runde. Zu was es nun in der A-Klasse reichen wird, die am Sonntag, zehn Uhr, mit einem Heimspiel gegen den Park TC Grünstadt II eingeläutet wird, muss sich zeigen. In dieser Liga treffen die Zweibrücker auch auf die Herren des TC Maßweiler, die am Sonntag ebenfalls auf eigener Anlage die Runde beginnen. Zu Gast ist hier ab zehn Uhr der TA Eichwald/SV Schopp. Nach einem Jahr Pause schlagen auch die Maßweiler Frauen wieder in der Pfalzliga auf. Das Team um Spielführerin Nadine Huber (LK 16.1) startet beim TC Rot-Weiß Annweiler.

Wie der Vorsitzende Manfred Kipper bereits angekündigt hatte, geht der TC Althornbach mit vier Aktivenmannschaften in die neue Spielzeit. Aushängeschild ist weiterhin die erste Damenmannschaft, die in ihre mittlerweile vierte Verbandsliga-Saison geht. Nach einem spielfreien Wochenende schlägt das Team um Spitzenspielerin und Mannschaftsführerin Julia Dieter (LK 3.1) am Sonntag, 20. Juni, ab zehn Uhr gegen den TC Schwarz-Weiß Landstuhl zur neuen Runde auf. Die zweite Frauenmannschaft des TCA startet in der A-Klasse (Viererteams) am Sonntag beim TC Kirrweiler. Eine Klasse höher als in der Vorsaison – und damit nun in der Pfalzliga – gehen die Althornbacher Herren auf den Platz. Die Truppe um Topspieler Tim Helfenstein (K 7) und Mannschaftsführer Michael Kipper (LK 10.8) starten am Sonntag beim TC BW Maxdorf. Die Zweite in der C-Klasse empfängt den TC Schönenberg-Kübelberg.

Der TC Rieschweiler-Mühlbach schickt zwei Aktiventeams, eines in der Herren-B-Klasse und eines in der Damen-B-Klasse, ins Rennen. Die Herren um Mannschaftsführer Maximilian Schwab (LK 13.1) müssen am Sonntag beim TC Jockgrim ran, die Frauen um Kapitänin Paula Kneip (LK 21.1) empfangen ab zehn Uhr den TC Waldmohr.

Anders als im vergangenen Jahr, als die freiwillige Übergangssaison ohne Auf- und Absteiger ausgetragen wurde, gilt 2021 wieder der normale Wertungsmodus. Somit haben die Mannschaften auf sportlichem Wege wieder die Möglichkeit, als Meister aufzusteigen, aber auch den Druck, dass der Gang nach unten droht. Da die Saison coronabedingt wieder später startet, wird bis in den September hinein gespielt.