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Eishockey-Regionalliga Südwest: Zwei große Schritte Richtung Playoffs

Eishockey-Regionalliga Südwest : Zwei große Schritte Richtung Playoffs

Eishockey-Regionalligist EHC Zweibrücken festigt mit Siegen bei Schlusslicht Freiburg und im Heimspiel gegen Ravensburg Rang zwei – auch weil die Konkurrenz am Wochenende reihenweise gepatzt hat.

Hochspannung ist im Kampf um die Playoffs in der Eishockey-Regionalliga Südwest geboten. Während der amtierende Meister Bietigheim mit 43 Punkten sein Ticket wohl sicher hat, kämpfen dahinter noch fünf Mannschaften um die drei übrigen Plätze. Mittendrin befindet sich der EHC Zweibrücken (39), der sich klammheimlich auf den zweiten Rang in der Tabelle vorgearbeitet hat. Nach dem 8:2 (2:1/4:0/2:1)-Sieg am Samstag in Freiburg und dem überzeugenden 5:2 (3:1/1:1/1:0)-Erfolg gestern Abend gegen den EV Ravensburg ist die Ausgangslage für die Hornets besser denn je. Denn die direkte Konkurrenz musste am Wochenende Niederlagen einstecken.

Alles andere als playoff-würdig war der Auftakt am Samstag im Breisgau. Gerade einmal 19 Sekunden waren gespielt, da lag der Puck auch schon im Kasten von Zweibrückens Torwart Sebastian Trenholm. Anton Bauer hatte für das Schlusslicht zum frühen 1:0 getroffen. „Die Jungs haben am Anfang noch geschlafen, waren überhaupt nicht auf dem Eis“, erklärt Christina Fischer, die sportliche Leiterin des EHCZ. „Das Gegentor hat sie aber ganz schnell aufgeweckt.“ Zwar gelang Marco Trenholm nach sieben Minuten der Ausgleich, überzeugend präsentierten sich die Hornets in der Anfangsphase aber nicht. „Das erste Drittel war etwas chaotisch.“ Auf beiden Seiten sei nicht wirklich viel zusammengelaufen, sagt Fischer. Dennoch ging es für den Favoriten mit einer Führung in die Kabine. Eine Vorlage von Dan Radke verwertete Andre Nunold (19.) zum 2:1.

Der zweite Durchgang war dann schon eher nach dem Geschmack von Hornets-Trainer Terry Trenholm. Hier zeigten die Hornets, was sie in dieser Saison so stark macht: die Effektivität im Überzahlspiel. Während Freiburgs Dan-Julian Zehner eine Zwei-Minuten-Strafe abbrummte, erhöhte Radke (29.) auf 3:1. Und auch beim vierten Treffer durch Christian Werth hatten die Zweibrücker einen Mann mehr auf dem Eis. Damit war das Toreschießen im Mittelabschnitt aber noch nicht beendet: Erneut war es der starke Radke, der nach 37. Minuten das 5:1 erzielte. Und auch Verteidiger Vladimir Zvonik durfte sich kurz vor der Pausensirene noch in die Torschützenliste eintragen.

Damit war die Partie nach zwei Dritteln entschieden, zumal die Hornets auch in den letzten 20 Minuten den Fuß nicht vom Gas nahmen und das Resultat mit zwei weiteren Powerplay-Toren in die Höhe schraubten. Defensivmann Felix Stokowski (47.) in doppelter Überzahl und Radke mit seinem dritten Streich (51.) markierten die Tore sieben und acht. Freiburg gelang in der Schlussphase durch Bauer nur noch Ergebniskosmetik zum 2:8-Endstand.

Nur 24 Stunden später legten die Hornets noch einen Dreier nach. Gegen Ravensburg, bei denen die Hornets vor einer Woche noch den Kürzeren zogen, brachten Vladimir Zvonik (4.), Fabian Fellhauer (14.) und Maximilian Dörr (19.) den EHCZ bereits im ersten Drittel in die Spur. Alex Katjuschenko (7./35.) hatte für den EVR zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen und auch nach dem Wechsel den Anschlusstreffer zum 2:3 hergestellt. Den Erfolg ließen sich die Hornets gestern Abend vor knapp 700 Fans in der Zweibrücker Ice-Arena aber nicht mehr streitig machen. Marc Lingenfelser stellte die Zwei-Tore-Führung wieder her und Tomas Vodicka (49.) staubte im Schlussabschnitt einen Radke-Schuss an die Latte zum 5:2-Endstand ab. Terry Trenholm strahlte nach dem Schlusspfiff übers ganze Gesicht. „Sechs Punkte geholt und die direkte Konkurrenz hat verloren. Besser hätte es für uns gar nicht laufen können.“ Zugleich warnte der EHC-Coach aber auch: Es war ein großer Schritt, aber wir sind noch lange nicht durch.“

Zu ausgeglichen präsentiert sich die Liga momentan. Heilbronn, eigentlich schon raus aus dem Playoff-Rennen, meldete sich mit einem 6:0 gegen Hügelsheim zurück. Dafür strauchelte Ravensburg am Freitag in Stuttgart (1:3) und auch Eppelheim ließ gestern Federn. „Die Erfolge verschaffen uns etwas Luft, aber wir müssen konzentriert in jedes unserer vier noch ausstehenden Spiele gehen“, mahnt die sportliche Leiterin Christina Fischer.