Heinrich-Petri-Gedächtnisturnier der VT Zweibrücken VTZ-Musketiere mit starker Medaillenausbeute

Zweibrücken · Zwei Mal Gold, ein Mal Silber und zwei Mal Bronze erkämpften die Fechter der gastgebenden VT Zweibrücken beim 44. Heinrich-Petri-Gedächtnisturnier.

VTZ-Fechter Johann Knauft (vorne) sicherte sich beim Heimspiel überraschend Florett-Gold bei der U13.

VTZ-Fechter Johann Knauft (vorne) sicherte sich beim Heimspiel überraschend Florett-Gold bei der U13.

Foto: Martin Wittenmeier

Klingen schlagen aneinander, das Geräusch sich schnell bewegender Füßen auf der Planche füllt die Luft. Übertönt zuweilen nur von den einzelnen Jubelschreien der 90 Nachwuchsfechter, die sich am Wochenende beim Heinrich-Petri-Gedächtnisturnier der VT Zweibrücken duellierten. Bereits zum 44. Mal, zum zweiten Mal nach der langen Corona-Pause, wurde der traditionelle internationale Wettbewerb zu Ehren des langjährigen Trainers und Abteilungsleiters der VTZ-Fechter über zwei Tag in der Ignaz-Roth-Halle ausgetragen. Unter der Führung seines Sohnes Volker Petri.

Und der heutige Abteilungsleiter und Trainer konnte mit der Medaillenausbeute seiner VTZ-Musketiere „mehr als zufrieden“ sein. Trotz starker Konkurrenz aus Frankreich und vielen DM-Startern gab es Gold mit dem Florett durch Fynn Lehner (U17) und Johann Knauft (U13), einmal Silber für Jannis Euskirchen (U17)sowie zweimal Bronze für Clara Wahlheimer (U17) und Cem Schneider (U11).

Zum Auftakt der Wettkampfsaison 2023/24 startete Paul Goldmann am Samstag als einziger VTZ-Athlet mit den Degen unter den 14 Assen der U17. Gut in Form zeigte sich der VTZler in der Vorrunde mit sechs Siegen. Nach der Zwischenrunde und den Finalkämpfen verfehlte Goldmann nach 15 kräftezehrenden Gefechten den Sprung auf das Treppchen. Er wurde Sechster.

Die Degenrunde der weiblichen U17 war erst mit dem letzten Treffer entschieden, als Emma Oberthür von der TSG Friesenheim sich gegen die starken Saarländerinnen von Fechterring Hochwald, Alina Schmitz, Finja Marx und Leni Biesemann durchsetzte und bis ins Finale die weiße Weste behielt.

Schwerstarbeit war auch bei den Degen-Startern der U15 erforderlich. Aran Namek von der TSG Friesenheim belegte in den Jeder-gegen-jeden-Runden Platz eins. Bei den Degendamen U15 gewann die saarländische Degenhochburg aus dem Hochwald erneut Gold und Silber. Im Finale behauptete sich Leni Biesemann vor Finja Marx. Bronze sicherte sich Nikola Maria (TSG Friesenheim) vor Olivia Schäfer (TV Homburg).

Knappe Ergebnisse und ausgeglichene Kämpfe machten die Runden bei den U15-Jungs mit dem Florett besonders spannend. Selbst im Finale behielten die Medaillengewinner keine weiße Weste. Der am weitesten angereisten Janos Beck aus Würzburg jubelte letztendlich als Sieger. Den zweiten Rang sicherte sich Maximilian Hoppe (TSG Kaiserslautern). Knapp verpasste der Zweibrücker Jannis Euskirchen als Vierter einen Medaillenplatz. Für VTZ-Nachwuchsfechter Johann Knauft war es die Primäre,in der Altersklasse U15. „Mit dem beachtlichen fünften Platz konnte Johann zufrieden sein“, sagte Volker Petri..

Groß war die Aufregung der VTZ-Mädels Mia Eve Paul und Emma Rossbach, die ebenfalls die Teilnahme bei der U15 nicht scheuten. Als Dritte im VTZ-Aufgebot stand Ann-Kathrin Kehrer mit dem Florett auf der Bahn. Trainer Volker Petri war mit den Plätzen elf und zwölf von Paul und Rossbach keinesfalls unzufrieden. Kehrer habe sich aber sicher mehr als den zehnten Rang ausgerechnet, schätzte er. Spannender konnte das Sechser-Finale kaum sein. Dabei hielt es Eltern und Betreuer nicht mehr auf den Sitzen aus. Ungeschlagen gewann die Französin Lena Kuzas vom Club d‘Escrime de Hagenau das Turnier und stand freudestrahlend auf dem Siegerpodest.

Am Sonntag standen sich die Florett-Asse der männlichen und weiblichen U17, U13 und U11 gegenüber. Petri freute sich, dass die U17-Fechter ihren Heimvorteil so gut ausnutzten. „Alle Ziele gingen hier in Erfüllung.“ Nach ausgeglichenen Duellen wurde Fynn Lehner Erster, Jannis Euskirchen landete im Finaltableau auf Platz zwei. Nach dem härtesten ersten Kampf zwischen Lehner und Euskirchen endetet das Vereinsduell zugunsten von Lehner. In den anschließenden Gefechten ließ der Lokalmatador lediglich noch zwei Treffer zu, was zum Turniersieg locker reichte. Euskirchen konnte nach dem besten Trefferindex gegen die Konkurrenz seinen zweiten Platz verteidigen.

Zu dem guten Ergebnis der VTZ trug auch die U17-Florettfechterin Clara Wahlheimer mit der Bronzemedaille bei. Selbst in der neuen Altersklasse schaffte es die Zweibrückerin – wie schon im Vorjahr bei der U15 – aufs Podest. Ann-Kathrin Kehrer schnitt als Fünfte besser als bei der U15 ab.

Bei den U13-Florett-Musketieren sicherte VTZ-Fechter Johann Knauft bei seinem ersten Turnier dieser Altersklasse unerwartet den Sieg. „Der heranreifenden Generation der jungen VTZ-Fechter wird das sicherlich Auftrieb geben“, sagte Petri stolz. Ärgerlich war der Verlauf für Edgar Horstmann (ETUF Essen), der in der Vorrunde Johann Knauft mit 5:2 besiegt hatte. Im Finale drehte der Lokalmatador den Spieß um und gewann mit dem gleichen Ergebnis. Der klare Favorit aus Essen war mit Platz zwei aufgrund eines Treffers enttäuscht.

Bei den U13-Mädchen war die Titelverteidigerin und Vorjahres-Gewinnerin der „Silberne Rose“, Marte Iwersen aus Essen, die absolute Top-Favoritin. Als einzige setzte sie mit ihrem 500 Gramm schweren Florett gegen ihre Gegnerinnen in der Vorrunde und Finale jeweils die fünf gewinnbringenden Treffer. Gut mitgemischt haben auch hier die VTZ-Mädchen Mia Eve Paul und Emma Rossbach. Gegen die körperlich überlegenen Kontrahentinnen setzten auch sie ihre Treffer, wenn es auch nicht für den Sprung aufs Podium reichte. Iwersen gewann überlegen vor Lara Hensen (Kaiserslautern), Emily Tenelsen (Homburger TG) sowie Mia Eve Paul und Emma Rossbach.

Mit den Jüngsten bei der U11 fieberten die Eltern und Anhang neben der Bahn besonders mit. Die Sprösslinge meisterten ihr Aufgabe mit Bravour. War in der Vorrunde noch alles offen, so setzte sich Tim Spriestersbach aus Dörnigheim im Finale ungeschlagen durch. Silber ging an Brandon Dentges vom FSG Dillingen. Nach einem knappen Ergebnis gewann VTZ-Fechter Cem Schneider Bronze.

Erst nach dem letzten Treffer des Turniers am Sonntagabend konnte der Computer die Gewinner der „ Silberne Rose“ preisgeben. Glücklich konnte Turnierleiter und Organisator Volker Petri die den Preis der Stadt Zweibrücken für die beste Fechterin Marte Iwersen (ETUF Essen) und den besten Fechter Fynn Lehner von der VTZ übergeben.

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