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Zum 23. Mal in Folge wurden am Zweibrücker Helmholzgymnasium die meisten Sportabzeichen abgelegt.

Helmholtz-Schüler spitze : HHG-Schüler sind sportliche Dauerbrenner

Zum 23. Mal in Folge wurden am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium die meisten Sportabzeichen an einer rheinland-pfälzischen Schule ihrer Größenordnung abgelegt. Dafür wurde das Helmholtz nun ausgezeichnet.

Wer am vergangenen Freitagmorgen die Zweibrücker Westpfalzhalle betrat, konnte angesichts des sportlichen Potpourris schnell die Übersicht verlieren. In der Hallenmitte vollführten junge Turnerinnen atemberaubende Sprünge. An der Seite rauschte ein Basketball nach dem anderen durch das Netz der Körbe. Und im Hintergrund schlugen sich junge Tischtennisspielerinnen gekonnt die weißen Zelluloidbälle um die Ohren. Die Schüler des Helmholtz-Gymnasiums, die an diesem Morgen für die meisten abgelegten Sportabzeichen einer Schule mit mehr als 750 Schülern in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurden, zeigten im Rahmen der Preisverleihung noch einmal ihr ganzes Können.

Rund 1000 Kinder und junge Erwachsene besuchen die Schule, 726 von ihnen haben im vergangenen Jahr das Sportabzeichen abgelegt. Eine Wahnsinnsquote fand nicht nur Walter Benz, der anwesende Vizepräsident des Sportbundes Pfalz, der anerkennend erklärte, die Helmholtz-Gymnasiasten hätten damit mehr Abzeichen errungen als alle Schulen in Ludwigshafen zusammen.

Sport am Helmholtz – das passt. Und die jüngste Auszeichnung ist keine Eintagsfliege. Im Gegenteil. Pfalzweit gewann die Schule die Auszeichnung zum 23. Mal in Folge (!). Den alten Wanderpokal, auf dem aus Platzgründen keine weitere Gravur mehr möglich war, ziert nur ein einziger Name: Helmholtz-Gymnasium. Den neuen Pokal nahmen am Freitag die bundesweit erfolgreichen Tischtennisspielerinnen der Schule entgegen. Sie bekamen von Schulleiterin Kerstin Kiehm aufgrund ihrer „sagenhaften“ Leistung ein Sonderlob. Die Mannschaft war in diesem Jahr nicht nur zum zweiten Mal in Folge in das Bundesfinale des Schulwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ eingezogen, sondern belegten dort im Vergleich der Bundesländer sogar Rang sieben. Daneben sah Kiehm die Auszeichnung vor allem als „Preis für die gesamte Schulgemeinschaft, die das Engagement und die Sportlichkeit der Schüler – aber auch der Lehrer widerspiegelt.“

Das bestätigte Peter Ehrmantraut. „Für so eine Leistung muss die ganze Schule an einem Strang ziehen. Die Stadt ist stolz auf euch“, meinte der Sportabzeichenbeauftragte des Kreises. Er berichtete, dass mit der Leistung der Helmholtz-Pennäler „bundesweit nur eine Handvoll Schulen mithalten“ konnten. In Rheinland-Pfalz sei das Abschneiden hingegen „wieder einmalig“.

Leise Kritik übte Ehrmantraut indes an den Vereinen in der Rosenstadt. Denn obwohl er vor einigen Jahren durchgesetzt habe, dass es für jedes abgelegte Sportabzeichen eine kleine finanzielle Prämie gebe, seien Resonanz und Motivation von Seiten der Klubs verhalten ausgefallen. „Dort gibt es wohl genug Sponsoren“, meinte Ehrmantraut süffisant – und ergänzte in Richtung der Schüler: „Würden die Vereine genauso mitziehen wie ihr – keine Stadt könnte Zweibrücken sportlich das Wasser reichen.“

Bevor Schulleiterin Kiehm die stolzen Kinder nach der Preisverleihung verabschiedete, gab sie ihnen noch etwas mit auf den Weg: „Macht weiter so, treibt weiter Sport. Im Privaten, im Verein – aber auch hier in der Schule.“ Schließlich sollen die sportlichen Dauerbrenner den Pokal auch 2020 wieder an das Helmholtz-Gymnasium holen.

Auch das Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium hat mit Erfolg an dem Schulwettbewerb teilgenommen. Das Gymnasium landete im Hinblick auf die abgelegten Sportabzeichen hinter dem Helmholtz auf Platz zwei.