Wunschlos glücklich

Die A-Jugend des Handball-Drittligisten SV 64 hat am Wochenende den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Der Zweibrücker Nachwuchs verteidigte auch nach dem zweiten Qualifikationsturnier in Hüttenberg die Tabellenspitze.

Die A-Jugend des Handball-Drittligisten SV 64 Zweibrücken hat es geschafft. Die Spieler um die Trainer Stefan Bullacher und Tony Hennersdorf haben am Wochenende beim zweiten Qualifikationsturnier in Hüttenberg den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht (wir berichteten).

Für die Qualität der Mannschaft spricht, dass sie den krankheitsbedingten Ausfall von Jugendnationalspieler und Torjäger Jerome Müller verkraftet hat. Dieser Ausfall machte sich aber zum Auftakt des zweiten Turniers stärker bemerkbar als erwartet. Denn die Zweibrücker verloren ihr erstes Spiel gegen die bislang punktlose SG Wallau mit 21:23 (10:10). "Wir haben nach einer schwachen Leistung völlig verdient verloren", bilanzierte nüchtern Trainer Bullacher. Während die Wallauer eine starke Leistung zeigten, fand der SV-Nachwuchs nur langsam ins Spiel. Nach dem 10:10-Halbzeitstand fehlte nach der Pause die Sicherheit, um einen Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit zu retten. "Chancen waren genug da", kritisierte der SV-Trainer die Niederlage.

So war nach dem Auftaktspiel die Stimmung im SV-Lager zunächst abgesackt. Sie sollte dann allerdings im zweiten Spiel furios ansteigen.

Durch die Niederlage hatten die Zweibrücker ihre gute Ausgangssituation verspielt und standen am Samstagabend gegen den GSV Eintracht Baunatal gewaltig unter Druck, da die Nordhessen ihr Auftaktspiel gegen den TuS Griesheim mit 28:16 gewonnen hatten. In dieser Partie zeigte der SV-Nachwuchs sein wahres Gesicht, wobei sich auch der Einsatz von Jugendnationalspieler Björn Zintel auszahlte, dem kurzfristig auch von der HSG Völklingen die Freigabe erteilt worden war. Bereits in der vergangenen Woche kam er von der VTZ-Saarpfalz, wo der 18-Jährige in der vergangenen Saison mit Doppelspielrecht in der Dritten Liga antrat. "Jetzt zeigte sich, dass es gut war, mit großem Kader anzureisen", bemerkte Trainer Tony Hennersdorf. Während die starken Baunataler ihrer Stammbesetzung kaum Ruhephasen einräumen konnten, waren die 64er in der Lage, viel zu wechseln. Nach der 10:7-Halbzeitführung siegten die SVler unangefochten und unerwartet klar mit 26:15. "Unser Gegner war in der zweiten Hälfte stehend k.o." (Hennersdorf). Die SV-Jungs behaupteten, trotz des Ausrutschers gegen Wallau, vor dem letzten Spiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen ihre Tabellenführung.

Starke Abwehrleistung

Der Bundesliga-Aufstieg war bereits am Sonntag nach dem deutlichen 27:17-Heimsieg des TV Hüttenbergs gegen Baunatal gesichert. Jetzt wollten die SV-Jungs auch den ersten Platz verteidigen und mobilisierten im abschließenden Spiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen nochmals alle Kräfte. Sie wurden mit einem deutlichen 26:21 (14:12)-Sieg belohnt. Überragend war erneut die Defensivarbeit der Zweibrücker einschließlich der Torleute Yannic Klöckner und Benni Berz. "Für unsere starke Abwehrleistung sind wir auch von anderen Vereinen gelobt worden", freute sich SV-Trainer Bullacher.

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Auf einen BlickDas Trainerduo Tony Hennersdorf/Stefan Bullacher feierte mit Rüdiger Lydorf (Physio und Torwarttrainer) sowie den Spielern Björn Zintel, Luca Dobrani, Nils Wöschler, Patrick Bach, Robin Sauer, Philipp Mägel, Christian Wack, Tim Groß, Benni Berz, Yannic Klöckner, Tobias Alt und Tom Grieser den Aufstieg. cg