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Schwimmen: Wsf-Schwimmer im heimischen Bad unschlagbar

Schwimmen : Wsf-Schwimmer im heimischen Bad unschlagbar

Zweibrücker Männer dominieren ersten Durchgang des saarländischen Mannschaftspokals. Frauen belegen Rang vier.

Ganz stark haben die Schwimmherren der Wassersportfreunde (Wsf) Zweibrücken aufgetrumpft. Beim Heimspiel im ersten Durchgang des saarländischen Mannschaftspokals am Samstag im Zweibrücker Badeparadies siegten sie mit über 1000 Punkten Vorsprung vor dem SV 08 Saarbrücken und dem ATSV Saarbrücken. Das völlig neu formierte Wsf-Damenteam wurde Vierter. Aufgrund des großen Vorsprungs der Herren setzten sich die Gastgeber aber auch in der Gesamtwertung hauchdünn mit 36 Punkten vor dem Titelverteidiger SC Illingen an die Spitze.

Die mannschaftliche Stärke war der Trumpf der Zweibrücker Herren. Beide Staffeln über die 4x50-Meter-Freistil sowie die 4x50-Meter-Lagen gingen an die Wsf. Und auch in den Einzeldisziplinen zeigten sie keine Schwäche. Garant des Erfolges war hier Jean-Marc Emser mit gleich drei Siegen bei drei zulässigen Starts. So gewann er die 100-Meter-Lagen in 1:00,70 Minuten vor dem saarländischen Topschwimmer Christoph Fildebrandt. Auch über die 100-Meter-Brust gewann Emser (1:09,67 min). Über die 100-Meter-Rücken distanzierte er in guten 59,86 Sekunden die Konkurrenz deutlich. Auf äußerst starke Gegner stieß Nick Werner, der die beiden restlichen 100-Meter-Distanzen absolvierte. Über die Schmetterling-Strecke wurde er hinter den beiden Olympiateilnehmern Fildebrandt und Andreas Waschburger Dritter (1:00,78 min). Als Zweiter schlug er über die Freistil-Distanz (54,43 sec) an. Hier setzte Fildebrandt in herausragenden 49,08 Sekunden ein Ausrufezeichen. Über die 50-Meter-Schmetterling gewann Christopher Umlauf klar in 28,12 Sekunden. Felix Bartels siegte über die 50-Meter-Rücken (30,44 sec). Etwas überraschend setzte sich zudem Max Strassel in neuer Bestzeit von 26,18 Sekunden über die 50-Meter-Freistil durch. Wsf-Nachwuchstalent Michael Raje wurde Dritter über die 50-Meter-Brust (33,73 sec).

Stark präsentierte sich auch das Nachwuchsteam der Wassersportfreunde, das sich auf Rang sieben vor Pirmasens und Dudweiler platzierte. Carl Morris Magold präsentierte sich als Vierter über die 100-Meter-Schmetterling (1:06,59 min) stark. Ebenfalls auf Rang vier schwamm er über die 100-Meter-Brust (1:14,76 min). Lukas Fritzke schwamm in 1:01,50 Minuten als Siebter über die 100-Meter-Freistil nah an die Minutengrenze heran. Leon Theisohn schlug über die 100-Meter-Rücken in 1:15,36 Minuten an. Als Dritter sorgte Nils Ewerling über die 50-Meter-Schmetterling (30,46 sec) für die beste Platzierung. Nico Braun schwamm die 50-Meter-Brust in 41,46 Sekunden und der jüngste Zweibrücker, Leo Ilias Braun (Jg. 2008), wurde in sehr guten 38,27 Sekunden Sechster über die 50-Meter-Rücken. Sein Debüt in den Staffeln feierte auch Constantin Julian Chiriac.

Einen völligen Neuaufbau erlebte das Zweibrücker Damenteam nach dem Ende der Ära Marlene Hüther. Neu dazu stieß die schwedische Freiwasserschwimmerin Ellen Olsson vom LAZ Saarbrücken, das seine Schwimmabteilung aufgegeben hat. So tritt die Schwedin wieder für die Wsf an. Über die 100-Meter-Rücken (1:08,47 min) musste sie sich nur hauchdünn geschlagen geben. Dritte in 1:02,63 Minuten wurde sie über 100-Meter-Freistil. Über die 100-Meter-Schmetterling schlug Melissa Schappe in 1:22,18 Minuten an. Dritte wurde sie über die 50-Meter-Brust. Neu-Triathletin Noelle Werner, vergangene Woche noch saarländische Lauf-Jugendmeisterin über 3000 Meter, absolvierte die 100-Meter-Brust in 1:25,54 Minuten, die 100-Meter-Lagen in 1:17,09 Minuten. Vierte wurde Evelyn Letkiman über die 50-Meter-Schmetterling (36,04 sec). Antonia Buchholtz schwamm die 50-Meter-Freistil in 31,71 Sekunden. In den Staffeln, in denen noch Alina Hubert zum Einsatz kam, landeten die Wsf-Frauen auf Rang drei (4x50-Meter-Lagen) und sieben (4x50-Meter-Freistil).

Im Herbstdurchgang des Mannschaftswettbewerbs gilt es für die von Thomas Schappe betreuten Wsf-Mannschaften, an die starken Leistungen anzuknüpfen – und nach zwei Jahren wieder einen oder gar zwei Titel zu feiern.