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Eishockey-Regionalliga: "Wir haben etwas gut zu machen"

Eishockey-Regionalliga : "Wir haben etwas gut zu machen"

Eishockey-Regionalliga: EHC-Trainer Tomas Vodicka fordert nach der Abfuhr in Bietigheim von seinen Spielern eine andere Einstellung gegen den EV Ravensburg.

Ein Spiel, das man möglichst ganz schnell abhaken sollte, hat der EHC Zweibrücken am Sonntagabend bei den Bietigheim Steelers 1b abgeliefert. Der amtierende Meister der Regionalliga Südwest bot im ersten Auswärtsspiel der Saison eine erschreckend schwache Leistung und verlor auch in der Höhe verdient mit 2:9 (0:4/1:4/1:1). Von den guten Ansätzen, die die Hornets noch zwei Tage zuvor im Eröffnungsmatch gegen Stuttgart gezeigt hatten, war fast nichts mehr zu sehen. Vor allem der desolate Auftritt im zweiten Drittel stimmte die mitgereisten Fans besorgt.

„Das war ein komplett schwarzer Tag. Nach vorne, nach hinten – alles ist schiefgelaufen“, wirkt EHC-Trainer Tomas Vodicka ratlos nach der Klatsche. In Bietigheim dauerte es gerade einmal 50 Sekunden, bis die Hausherren durch Marco Windisch in Führung gingen. Mike Weigandt (7.) und Dominik Albrecht (9./13.) mit einem Doppelpack jeweils in Überzahl erhöhten auf 4:0. Zwar konnte Kenny Matheson in der 18. Minute auf 1:4 verkürzen, doch in Durchgang zwei kam es noch schlimmer für den EHCZ. „Ich habe gemerkt, dass es heute nicht läuft und versucht, die Jungs in der Kabine wieder aufzubauen. Aber keiner meiner Spieler hatte auch nur annähernd Normalform. Es war überhaupt kein Wille zu spüren, dass Ding noch drehen zu wollen“, hadert Vodicka.

Nachdem Andrey Kaufmann (25.) zum 5:1 getroffen hatte, war es keine zwei Minuten später erneut Albrecht, der den Puck am glücklosen Hornets-Goalie Tobias Chadim vorbei ins Zweibrücker Tor bugsierte. Vodicka nahm den Neuzugang aus Weißwasser vom Eis. Seinen Platz zwischen den Pfosten nahm nun Steven Teucke ein, der schon gegen Stuttgart den EHC-Kasten gehütet hatte. Dass es weiter Gegentore hagelte, konnte aber auch dieser nicht verhindern. Keine zwei Minuten nach seiner Einwechslung schlug Dominik Albrecht (29.) zum vierten Mal für die Steelers zu. Und kurz vor der Drittelpause musste Teucke noch ein weiteres Mal hinter sich greifen. Philipp Albrecht legte nach Vorarbeit von Marcel Neumann und Haiko Hirsch das 8:1 nach.

Etwas engagierter präsentierten sich die Hornets im Schlussabschnitt, der einigermaßen ausgeglichen verlief. Zunächst klingelte es aber wieder hinten. Mathias Vostarek (44.) markierte den neunten und damit letzten Bietigheimer Treffer, ehe Hornets-Verteidiger Stephen Brüstle (46.) in Überzahl zum 2:9-Endstand einnetzte. In der letzten Viertelstunde verhinderte Steven Teucke mit mehreren guten Paraden, dass die Niederlage der Hornets nicht noch zweistellig ausfiel. Trainer Vodicka war tags darauf mächtig bedient: „Vielleicht haben einige nach dem Stuttgart-Spiel gedacht, dass das jetzt genauso weiter geht. Aber dieses Jahr wird ganz anders. Jeder will uns schlagen, dass wird jetzt bei jedem Gegner so.“ Die Klatsche sei daher „hoffentlich ein Warnschuss zur rechten Zeit“.

Denn bereits am kommenden Sonntag (19 Uhr, Ice-Arena) steht die nächste schwere Aufgabe an. Mit dem EV Ravensburg, letzte Saison noch Prügelknabe der Liga, kommt ein Verein nach Zweibrücken, der im Sommer mächtig aufgerüstet hat. Die erste Partie gegen Aufsteiger Maddogs Mannheim gewann der EVR souverän mit 5:1. „Bis dahin müssen wir unsere Einstellung ändern und uns anders präsentieren. Wir haben bei den Fans etwas gut zu machen.“