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Wieder knapp, aber wieder verloren

Wieder knapp, aber wieder verloren

Die Handballer des SV 64 Zweibrücken warten in dieser Saison der 3. Liga Süd weiter auf den zweiten Sieg. Bei der SG Kronau-Östringen hielt das Schlusslicht lange mit, am Ende gingen ihm aber wieder die Kräfte es und die Punkte blieben bei der Reserve der Rhein-Neckar-Löwen.

Bis zum Schluss ist es spannend geblieben. Am Ende musste die Drittliga-Handballer des SV 64 nach einem intensiven Spiel bei der SG Kronau-Östringen beim 29:33 (18:18) aber doch die nächste Niederlage hinnehmen. Damit wurden die 64er einmal mehr knapp geschlagen und hängen weiter am Tabellenende fest.

"Wir haben in der Abwehr heute keinen richtigen Zugriff bekommen", war Klaus Gärtner, Trainer der Reserve der Rhein-Neckar-Löwen nicht ganz zufrieden. Immer wieder schafften es die 64er, gegen die körperlich überlegenen Gastgeber zu vielversprechenden Abschlüssen zu kommen. "Letztlich haben die Zweibrücker aber einfach einige Fehler mehr gemacht als wir", stellte Gärtner fest. Sowohl die Anzahl der technischen Fehler, als auch die der Fehlversuche war am Samstagabend wesentlich beeinflusst durch das hohe Tempo, das beide Mannschaften angeschlagen hatten. So konnten sich auch die Torhüter beider Mannschaften immer wieder durch gute Paraden auszeichnen.

Berz hält Team im Spiel

Nach zwischenzeitlichem 0:3 aus SV-Sicht - bereits 7:6 für die Gastgeber, waren also bereits 13 Tore gefallen. Die 64er, die ohne den verletzten Patrick Bach und den erkrankten Tom Grieser antreten mussten, zudem mit Christopher Huber, Marc-Robin Eisel und Niklas Bayer auch drei A-Jugendliche dabei hatten, die zwei Stunden zuvor bereits in der JBLH aktiv waren, blieben lange dran. Einen nicht unwesentlichen Anteil hieran hatte Benedikt Berz im SV-Tor, der stark hielt, unter anderem auch vier Tempogegenstöße der Bundesligareserve parierte. Damit hielt er seine Mannschaft in der ersten Hälfte im Spiel. Allerdings scheiterten die 64er nach dem 11:12 (16.), das der an diesem Abend erfolgreichste Zweibrücker Spieler Dennis Götz erzielt hatte, auch immer wieder am bundesligaerfahrenen SG-Keeper Lucas Bauer. Mehr als fünf Minuten lang fiel in dieser hitzigen Phase der ersten Hälfte kein Tor.

Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte dann den aufopferungsvoll kämpfenden Zweibrückern. 1Vom 14:16 (27.) schafften sie durch Dennis Götz, Philipp Hammann (2) und Benni Zellmer die erstmalige Führung zum 18:17. Mit 18:18 ging es in die Kabinen. Jonas Denk, der gut spielte, sorgte danach mit seinen beiden ersten Treffern nochmal für die Gästeführung, ehe der im zweiten Durchgang im SG-Tor wirkende Pascal Boudgoust mit seinen Paraden die SV-Angreifer verunsicherte. Das nutzten die Gastgeber und legten durch eine Fünferserie einen spielentscheidenden Zwischenspurt hin. Es waren die fünf Minuten der Maximilians im Östringer Drittligakader. Denn Maximilian Schwarz, Maximilian Trost vom linken Rückraum sowie dreimal der starke Kreisläufer Max Haider sorgten für die 24:20-Führung. Jetzt war SV-Coach Tony Hennersdorf gefordert, nahm sein Team-Time-out und schaffte es zumindest, seine Mannschaft wieder besser einzustellen.

SV 64 gehen die Kräfte aus

Die kämpfte sich zurück, kam immer wieder einmal auf zwei Tore heran. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Neben einigen unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen machte sich gerade in der Schlussphase bei den 64ern der große Kräfteverschleiß aufgrund des sehr intensiven Spieles bemerkbar.

Am Ende war es wie so oft in dieser Runde. Die junge Truppe der 64er hatte gut mitgehalten, hatte durchaus auch die Chancen, dem Spielverlauf nochmals eine Wende zu geben, stand am Ende jedoch erneut mit leeren Händen da und bleibt somit auch mit 5:29 Punkten am Tabellenende der 3. Liga Süd hängen.

Zum Thema:

Auf einen Blick SV 64 Zweibrücken: Benedikt Berz und Rok Selakovic (bei einem Siebenmeter) im Tor - David Oetzel 3, Dennis Götz 10/5, Nils Wöschler 4 - Philipp Hammann 5, Benni Zellmer 2 - Jonas Denk 4 - Christopher Huber 1, Tobias Alt, Luca Dobrani, Marc-Robin Eisel. cg