1. Pfälzischer Merkur
  2. Regionalsport

Webenheimer Patrick Schmidt von Dynamo Dresden schießt Tor des Monats März

Webenheimer gewinnt Sportschau-Abstimmung : Patrick Schmidt schießt Tor des Monats

Der Webenheimer, der für den FC Dynamo Dresden aufläuft, verwies somit den zweiten zur Wahl stehenden Saarländer, Jonas Hector, bei der März-Abstimmung der ARD-Sportschau auf Platz zwei.

Patrick Schmidt ist der Schütze zum Tor des Monats März. Der Treffer des 26-jährigen Stürmers des Tabellenletzten der 2. Fußball-Bundesliga SC Dynamos Dresden zum 2:1-Sieg am 8. März gegen den FC Erzgebirge Aue wurde von den Zuschauern der ARD-Sportschau zum schönsten Treffer gewählt. Der Saarländer erhielt bei der Abstimmung 34,94 Prozent aller Stimmen – und verwies damit einen zweiten Saarländer und Nationalspieler Jonas Hector vom Bundesligisten 1. FC Köln (30,78 Prozent) auf Platz zwei. Hector schaffte es mit seinem Schlenzer aus 20 Metern ins lange Eck beim 2:1-Sieg gegen Paderborn in die Auswahl der besten fünf Tore des Monats.

 „Als Kind und Jugendkicker habe ich mit meinem Vater immer diesen Wettbewerb der Sportschau verfolgt. Nie hätte ich gedacht, dass je ein Tor von mir in dieser Auswahl auftauchen und ich damit auch noch als Schütze des Monats ausgezeichnet würde“, verriet Patrick Schmidt im ARD-Interview vor seiner Auszeichnung durch seinen Trainer vom SC Dynamo Dresden, Markus Kauczinski, der ihm die Medaille übergeben durfte. „Bei diesem Tor habe ich nicht nachgedacht, einfach versucht, an den Ball zu kommen – und schließlich war er drin“, beschreibt der Saarländer seinen sensationellen Fallrückzieher zum 2:1-Siegtor im Sachsenderby gegen den FC Erzgebirge Aue.

Einige Anrufe bei der Wahl zum Tor des Monats erhielt Patrick Schmidt mit Sicherheit auch aus seinem Heimatbundesland, dem Saarland. Schmidt ist gebürtiger Saarländer, begann beim SV Webenheim in der Jugend mit dem Fußballsport. Später wurde der 1. FC Saarbrücken auf das Sturmtalent aufmerksam. Im Alter von 14 Jahren wechselte Schmidt zur C-Jugend der Blau-Schwarzen. Hier blieb er nicht lange. Über die U17 des VfB Stuttgart ging es im Juni 2012 zum FC Schalke 04, wo er in der zweiten Mannschaft aufspielte. Im Januar 2014 kehrte Schmidt ins Regionalligateam des 1. FC Saarbrücken zurück. Nach einer Knieverletzung spielte er dort allerdings schon bald keine Rolle mehr. Nach Ende der Saison 2013/14 bekam Patrick Schmidt kein Vertragsangebot mehr bei dem Club aus der Landeshauptstadt. Jens Kiefer holte den damals 20-Jährigen zum FC Homburg. Unter Kiefer kam Patrick Schmidt nach seinen immer wiederkehrenden Knieproblemen dann immer besser in Schwung. Mit zwölf Toren schoss er für den Regionalligisten FC Homburg die meisten Treffer nicht nur in der Saison 2014/15, sondern auch in der darauffolgenden Runde war er mit elf Treffern Erster in der Torschützenliste der Grün-Weißen. Ligakontrahent 1. FC Saarbrücken wollte den Torjäger nach Vertragsende 2015 beim FC Homburg unbedingt wieder zurück haben. Und schaffte das auch. Dort versuchte Patrick Schmidt mit dem FCS zwei Jahre lang vergeblich in die 3. Liga aufzusteigen. Dann nahm Zweitligist FC Heidenheim den Saarländer im Juni 2018 unter Vertrag. Hier setzte sich Schmidt aber nicht wie erhofft durch, saß oft auf der Reservebank. Schließlich folgte erst im vergangenen Winter der nächste Wechsel: Der SC Heidenheim verlieh seinen Stürmer nach Dresden.

Seine Torjägerqualitäten zeigte der Webenheimer Patrick Schmidt (rechts) von 2014 bis 2016 auch im Dress des FC Homburg. Foto: mh/hagen

Nun trägt Parick Schmidt den gelb-schwarzen Dress des Traditionsclubs, für den er in kurzer Zeit bereits vier Tore erzielte – darunter der spektakuläre Fallrückzieher zum Siegtor gegen den Rivalen FC Erzgebirge Aue. Das Tor des Monats März 2020.