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VTZ saarpfalz verlängert mit Trainerduo Schumann/Wiese

Handball-Oberliga : VTZ verlängert mit Schumann und Wiese

Handball-Oberligist VTZ-Saarpfalz hat mit den neuen Trainern in dieser Runde noch kein Spiel absolviert. Der Vorstand ist trotzdem überzeugt.

Die Handballsaison ist regional wie überregional im Amateurbereich seit mehreren Wochen unterbrochen und wird es auch noch eine Weile lang bleiben. Aus verschiedenen Gründen gibt es in der Handball-Oberliga der Männer noch Mannschaften, die bislang noch kein einziges Pflichtspiel ausgetragen haben. Eine davon ist die VTZ, deren Eröffnungsspiel gegen den TV Homburg, ein Stromausfalls in Zweibrücken verhinderte.

In der Spielrunde ohne Match hat die VTZ jetzt trotzdem einen wichtigen Schritt für die Zukunft gemacht. Die Vereinsverantwortlichen verlängerten die Verträge der beiden Trainer Kai Schumann und Philip Wiese. „Die Verhandlungen waren nicht kompliziert. Wir haben mit den beiden Trainern ein überaus harmonisches Miteinander. Die beiden arbeiten unglaublich gut mit dem Vorstand Hand in Hand an unserem Projekt und sie wollen eine Mannschaft auf die Beine stellen, die gut harmoniert und uns sportlich nach vorne bringt“, sagt VTZ-Vorstand Klaus Biehl.

Wie er erklärt, arbeiten die beiden sehr konzentriert und konsequent mit der Mannschaft. Leider hätten sie sich durch die Umstände der Pandemieentwicklung noch nicht wirklich beweisen können. Biehl beschreibt Schumann und Wiese als Typen, die ihre Sachen durchziehen und nicht auf halbem Weg abbrechen, weswegen für ihn schnell klar war, dass es nach dieser Saison mit den Beiden weitergehen soll.

Schumann und Wiese sind glücklich über die Verlängerung und die Rückendeckung des Vorstands. „Wir haben uns natürlich gefreut über das Vertrauen vom Verein. Es ist eine spezielle Zeit – wir haben noch kein Spiel gemacht. Dennoch mussten wir nicht lange überlegen, denn uns macht die Arbeit mit der Truppe viel Spaß“, sagt VTZ-Urgestein und Publikumsliebling Philip Wiese und ergänzt: „Wir haben uns noch viel vorgenommen.“

Auch Kai Schumann sieht es ähnlich: „Überlegen mussten wir nicht wirklich, denn wir wollen schließlich auch mal eine Saison spielen. Aufgrund der positiven Rückmeldungen von Mannschaft und Vorstand, war es für uns klar, dass wir verlängern.“

Ob das Trainerduo in dieser Saison noch Spiele coacht, darüber könne derzeit nur spekuliert werden. Laut aktueller Planung würde die Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im März weitergehen. Das wünscht sich auch die VTZ Saarpfalz. In Anbetracht der derzeitigen Situation rund um die Pandemie und das Infektionsgeschehen in ganz Deutschland, scheint dieser Wunsch jedoch in weiter Ferne zu liegen.

Das Zweibrücker Trainerduo zeigt sich im Moment nicht optimistisch, was die Fortsetzung der Runde angeht. „Ich persönlich glaube nicht mehr, dass es zum Re-Start der Oberliga-Saison kommen wird. Der Trainingsvorlauf müsste mindestens drei bis vier Wochen sein“, sagt Kai Schumann. Wiese teilt die Einschätzung seines Trainerkollegen und hält sogar eine sechswöchige Vorbereitungszeit für angebracht. „Wenn man bedenkt, dass die Jungs jetzt seit Wochen keine handballspezifischen Belastungen trainieren können, ist das schon ein Problem.“

Die Frage nach der Zielsetzung bekommt in der aktuellen Lage einen ganz besonderen Geschmack. Vieles hängt von den finanziellen Mitteln ab, die man als Verein zur Verfügung hat. Seit knapp einem Jahr muss der Gürtel enger geschnallt werden. Viele Einnahmen seien bei den Zweibrückern wegfallen. Es gilt jetzt mittel- und langfristig das Fortbestehen der Vereine zu sichern. „Wir müssen uns natürlich Gedanken machen, wie wir das Ganze nochmal angehen, wenn sich die Lage etwas entspannt, auch im Hinblick auf das Vereinsleben“, sagt Schumann. „Es geht darum ein nachhaltiges Konzept zu entwickeln. Schließlich wollen wir die bestehende Truppe zusammenzuhalten. Es müssen Vertragsgespräche mit unseren Spielern geführt werden, ebenso müssen aber auch die Fühler nach neuen Spielern ausgestreckt werden. Wir fahren da mehrgleisig“, erklärt Schumann. Wiese sieht das beschriebene Problem auf alle Vereine zukommen. Es glaubt, dass es sehr spannend wird, zu sehen, wie die Vereine aus dieser Zeit herauskommen werden.

„In Hinblick auf die nächste Saison weiß man ja auch noch nicht in welcher Form die Liga fortgesetzt wird. Geht man zurück in die ursprünglich Form (Liga mit 16 Mannschaften) oder wird erneut in zwei Staffeln gespielt“, fragt sich Wiese.

Die erneute Corona-Pause scheint dem VTZ-Trainergespann nichts von ihrer Motivation und Leidenschaft geraubt zu haben. Dafür hat Vorstand Biehl eine einfache Erklärung. „Beide sind alte VTZler und das merkt man, wenn man sieht wie sie darüber nachdenken welche Entwicklungen und Veränderungen nicht nur im Interesse der ersten Mannschaft, sondern des gesamten Vereines sind.“

Biehl schätzt, dass die Coaches handballerisch aber auch menschlich gleichermaßen qualifiziert seien. „Ihre große Stärke haben die beiden in der Teamarbeit, was für ein solches Vorhaben unglaublich wichtig ist, außerdem ergänzen sie sich sich unheimlich gut und haben einen Draht zur Mannschaft.“

Die Zweibrücker Handballer haben in dieser Saison noch kein Pflichtspiel bestritten. Es wurde nur getestet – wie hier im September gegen Niederwürzbach. Foto: maw/Martin Wittenmeier

Von ihrer sich und Arbeit haben Schumann und Wiese die Verantwortlichen überzeugt. Doch nur zu gerne würden sie den VTZ-Vorstand auch bald gute Spiele und Siege der Mannschaft präsentieren.