VTZ-Saarpfalz schaut nach vorne

Für Handballvereine wird es schwerer, gute Spieler zu bekommen. Mit Nachwuchsarbeit können Vereine dem entgegenwirken. Deshalb intensiviert die VTZ Saarpfalz die Jugendarbeit. Aber das braucht seine Zeit.

Die beiden Vorsitzenden der VTZ-Saarpfalz, Jörg Clemens (2. von links) und Klaus Biehl (3. von links), betonten gestern Abend beim Merkur-Sportstammtisch, dass der Verein zukünftig noch mehr in die eigene Jugendarbeit investieren werde. Foto: Wittenmeier Foto: Wittenmeier

Einen Platz unter den ersten drei strebt der stellvertretende Vorsitzende der VTZ-Saarpfalz , Jörg Clemens, auch in dieser Saison an. In der vergangenen Saison landete die VTZ in der RPS-Oberliga am Ende auf Rang drei. "Da haben wir Spiele verloren, die man nicht verlieren muss", sagte der Vorsitzende, Klaus Biehl. Beim Auswärtssieg beim Meister Haßloch habe die Mannschaft gezeigt, über welches Potenzial sie verfüge.

Mit dem Linkshänder Steffen Kiefer und vor allem dem "überragenden Kreisläufer" (Clemens) hätten ganz wichtige Spieler den Verein verlassen. "Ob wir diese Positionen gleichwertig besetzen können, muss sich zeigen", war sich Biehl gestern Abend beim Sportstammtisch des Merkur nicht ganz sicher.

Wobei Clemens sich Clemens positiv über die Zugänge, wie Sven-Malte Hoffmann, Alexej Wetz oder Philipp Serr äußerte. Clemens: "Die tun uns gut." Ob die VTZ auf dem Spielermarkt noch aktiv werde, ließen die Vorstände offen. "Die Spieler müssen passen", sagte Clemens. Auch in den finanziellen Rahmen, ergänzte Biehl. Im Rückraum und auf der Außenposition sei die Mannschaft gut besetzt.

"Es wird immer schwerer, gutes Personal zu bekommen", sagte Biehl. "Wir müssen schauen, wie wir dagegen angehen." Eine Möglichkeit sei die Jugendarbeit . Hier sei die VTZ dabei, einiges zu verbessern. Mit Timo Steinfeld sowie Andreas und Aida Grub würden sich drei Trainer intensiv um den Nachwuchs kümmern. Bei den Mädchen werden die C- bis E-Jugend und bei den Jungs die B- bis E-Jugend besetzt. Biehl: "Aber das dauert seine Zeit." Zumal es eine Lücke gebe, die vor Jahren entstanden sei, als eine ganze Mannschaft den Verein verließ.

Einen Neuanfang macht die zweite Mannschaft in der Verbandsliga. "Die Arbeit von Marek Galla trägt schon erste Früchte", sagte Clemens. Galla wird weiter in der ersten Mannschaft spielen und dem Trainer der ersten Mannschaft, Mirko Schwarz, als Co-Trainer zur Seite stehen. Auf der anderen Seite fungiert Schwarz als Co-Trainer bei der Zweiten. Die zweite Mannschaft wird eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. "Wir müssen jetzt nach vorne schauen", sagte Biehl mit Blick auf die Jugend und die zweite Mannschaft. Zwei Niederlagen haben die Handballer der VTZ-Saarpfalz beim Karlsberg-Cup in Dansenberg einstecken müssen. "Das Turnier gegen den Liga-Konkurrenten und gegen die Zweitliga-Mannschaft der HG Saarlouis kam zum denkbar schlechten Zeitpunkt für uns", sagt der VTZ-Vorsitzende Jörg Clemens. So nahm die Mannschaft von Mirko Schwarz am Freitag noch geschlossen am Staffellauf der VB und VT Zweibrücken teil. Zudem hat die Truppe in der Vorbereitung auf die Oberliga-Saison bisher fast ausschließlich an den Grundlagen gearbeitet. Die Dansenberger haben bereits drei Wochen Hallentraining hinter sich.

Gegen den alten Rivalen aus Kaiserslautern unterlag die VTZ 15:30 (6:13) klar. In spielerischer und läuferischer Hinsicht konnte die Truppe um Kapitän Philip Wiese nicht mithalten. Bis zum 4:4 verlief es ausgeglichen, dann verletzte sich Wiese am Auge, konnte nicht mehr eingesetzt werden. So wurde es schwer, zumal das Team nur mit zehn Spielern am Start war. So konnten sich die Spieler von Trainer Jürgen Hartz zum Ende der ersten Hälfte absetzen. Ein kurzes Aufbäumen nach der Pause brachte die VTZ kurzzeitig auf fünf Tore heran. Danach verfiel sie wieder in alte Muster. "Mit dieser überzeugenden Leistung hat sich Dansenberg zum Meisterschaftsfavoriten der Oberliga aufgeschwungen." In der zweiten Partie gegen Saarlouis zeigte die VTZ ein anderes Gesicht. Gegen den Zweitligisten verlor das Team zwar 19:27 (11:13), konnte allerdings lange mithalten. Wiese konnte nach einer Behandlung in der Kabine wieder einsatzfähig gemacht werden. Dadurch wurde die Abwehr stabilisiert und im Angriff war plötzlich Struktur zu sehen. Bis zum 10:9 kurz vor Ende der ersten Halbzeit liegt die VTZ ständig mit zwei, drei Toren in Front. Erst zum Ende ging der Truppe etwas die Luft aus. So konnte sich die HGS ab und am Ende klar durchsetzen.