VTZ Saarpfalz landet einen Coup

Die VTZ Saarpfalz plant für die Zukunft und stellt sich sportlich neu auf. Als erster Schritt wurde der langjährige Spieler der HG Saarlouis, Danijel Grgic, als Trainer verpflichtet. Die VTZ wollen von der Ausstrahlung des früheren kroatischen Nationalspielers profitieren.

"Ich kenne niemanden, der den saarländischen Handball in den letzten zehn Jahren mehr beeinflusst hat", charakterisiert Klaus Biehl, der Vorsitzende der VTZ Saarpfalz, den langjährigen Spieler der HG Saarlouis und 25-fachen kroatischen Nationalspieler Danijel Grgic. Und ab Sommer trainiert der 38-Jährige die VTZ. "Damit übernehmen wir die Initiative bei der Planung für die Zukunft."

Nach zehn Jahren bei der HG Saarlouis habe er eine Veränderung benötigt, sagt Grgic. Dabei habe er auch über eine Auszeit nachgedacht. "Aber dann kam das Angebot der VTZ. Und da habe ich zugesagt." Im Saarland und dem angrenzenden Bereich seien die VTZ der einzige Verein, der in Frage gekommen sei. Die VTZ seien "ein schlafender Riese" mit viel Potenzial im Verein und in der Mannschaft. "Es ist eine Herausforderung."

2006 wechselte Grgic, der mit Zagreb in der Champions League und mit Willstätt/Schütter sowie Eisenach in der Ersten Bundesliga spielte, nach Saarlouis. "Da war er mitverantwortlich dafür, dass Saarlouis in den professionellen Bereich aufstieg", betont Biehl die Bedeutung "Dados", wie Grgic in Handballkreisen genannt werde. 2014 beendete der Spielmacher seine Laufbahn. Schon während der aktiven Zeit war der B-Schein-Inhaber Jugendtrainer bei der HG. Neben der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft trainierte er zuletzt auch die zweite Mannschaft.

Der Vorsitzende der VTZ erwartet von dem "überragenden" Handballer eine "Initialzündung für die erste Mannschaft und die Jugend. "Ein Sportler mit der Ausstrahlung kann uns weiterbringen", sagt Biehl. Grgic werde als Trainer seine Qualität als "überragender Mittelspieler" einbringen. Zudem habe er gezeigt, dass er mit jungen Sportlern umgehen könne.

Und hier käme auf Grgic auch eine wichtige Aufgabe zu. Denn bei der Mannschaft "im fortgeschrittenen Alter" (Biehl) stünde eine Verjüngung an. Wobei Biehl zur Kaderplanung für die kommende Saison noch nicht viel Konkretes sagen wollte. Das komme in Abstimmung mit dem Trainer in den nächsten Wochen. Biehl bestätigte nur den Wechsel von Yannic Klöckner vom SV 64 zur VTZ. Auch wenn sie nur einen Ein-Jahres-Vertrag abgeschlossen hätten, rechnet Biehl mit einer längeren Zusammenarbeit. "Wir machen auch sonst nur Ein-Jahres-Verträge. Und die halten zumeist viel länger."

Im Gegensatz zu Saarlouis werde er nur die erste Mannschaft trainieren. "Aber ich begleite auch die Jugendarbeit und zweite Mannschaft und stehe den Trainer mit Rat und Tat zur Seite", sagt Grgic. Das für den Jugendbereich zuständige Vorstandsmitglied Martin Grub ist froh, dass ein Trainer verpflichtet worden ist, der auch die Jugend im Blick hat. "Wir arbeiten schon die letzten Jahre daran, die Jugendarbeit auszubauen", sagt Grub.

Der Beisitzer im Vorstand, Horst Grub, hofft, dass Grgic "den schlafenden Riesen wachküsst". Damit wollte der langjährige Funktionär aber den Trainer nicht unter Druck setzen. Er selbst möchte den Erfolg. "Aber uns reißt niemand den Kopf ab, wenn wir nicht Meister werden." Das hänge von vielen Faktoren ab. Wichtig sei, dass es mit Unterstützung des Vereins in die richtige Richtung gehe.